Oracle nimmt (noch) mehr ein

14. Dezember 2004, 10:43
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Schöne Tage für Oracle: Peoplesoft hat endlich nachgegeben und auch die Quartalsbilanz ist wesentlich besser, als erwartet.

Fast gleichzeitig mit der Ankündigung, dass die Übernahme von Peoplesoft nun tatsächlich über die Bühne gehen wird, hat Oracle auch seine neuste Quartalsbilanz bekannt gegeben. Demgemäss konnte der Softwareriese seinen Umsatz in seinem zweiten Quartal verglichen mit dem gleichen Quartal im Vorjahr um 10 Prozent auf 2,76 Milliarden Dollar steigern. Daraus resultierte ein Nettogewinn von 815 Millionen Dollar (16 Cent pro Aktie), 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten im Vorfeld lediglich 2,6 Milliarden Dollar Umsatz und 13,5 Cent Gewinn pro Aktie erwartet.
Die Umsatzsteigerung, so Oracle, sei vor allem auf eine allgemein gestiegene Nachfrage nach Datenbanken zurückzuführen. Insgesamt stieg der Umsatz mit Softwarelizenzen für Oracle um 13% auf 2,22 Milliarden Dollar. Die Dienstleistungsumsätze stiegen demgegenüber nur um 1% auf 533 Millionen Dollar.
Besonders stolz ist Oracles Finanzchef Harry L. You auf die operative Marge des Softwareunternehmens. In den letzten 12 Monaten hat der operative Gewinn die Rekordhöhe von 4,2 Milliarden Dollar erreicht, und der Cash-Flow lag bei 3,2 Milliarden Dollar. "Damit haben wir in diesen 12 Monaten zum ersten Mal unser öffentlich verkündetes Ziel einer operativen Marge von 40% erreicht", so You. Andere Industriezweige können zwar nur mit Neid auf solche Margen blicken, von den beinahe 80%, die Microsoft mit seinen Betriebssystemen erreicht, ist Oracle aber noch etwas entfernt. (Hans Jörg Maron)

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