Oracle profitiert vom Cloud-Geschäft

11. März 2021, 16:41
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Im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat Oracle 10,1 Milliarden Dollar umgesetzt und 5 Milliarden Dollar Gewinn gemacht

Das Cloud-Business hat dem amerikanischen ERP-Spezialisten mit Services und Lizenz-Support ein Umsatzplus von 5% gegenüber dem Vorjahresquartal auf nunmehr 7,3 Milliarden Dollar beschert. Die Umsätze mit Cloud-Lizenzen und On-Premise-Lizenzen stiegen um 4% auf 1,3 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Unterm Strich ist mit 5 Milliarden Dollar der Gewinn fast doppelt so hoch ausgefallen wie vor einem Jahr. Dazu habe aber insbesondere ein einmaliger Steuervorteil in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar "im Zusammenhang mit der Übertragung bestimmter Vermögenswerte zwischen Tochtergesellschaften" beigetragen, so Mitteilung.
Mit Fusion ERP sei man um 30% und mit NetSuite ERP um 24% gewachsen, sagte Oracle-CEO Safra Catz. Insgesamt habe im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres der Subskriptionsumsatz um 5% gegenüber dem Vorjahr zugelegt: "Die Subskriptionseinnahmen machen inzwischen 72% der Gesamteinnahmen" aus, schob er nach.
Weiter wurde mitgeteilt, dass im 3. Quartal im Geschäft mit der Gen2-Cloud-Infrastruktur Neukunden akquiriert wurden und der Umsatz um mehr als 100% gesteigert wurde: "Wir eröffnen neue Regionen so schnell wie möglich, um unser schnell wachsendes Multi-Milliarden-Dollar-Infrastrukturgeschäft zu unterstützen". Auch unterliess es Oracle nicht, darauf hinzuweisen, man habe im abgelaufenen Quartal "Verträge im Gesamtwert von hunderten von Millionen Dollar unterzeichnet, um mehrere weitere grosse Unternehmen von SAP ERP auf Oracle Fusion ERP zu migrieren".
Zur Begründung für die insgesamt positiven Entwicklungen hiess es, dass der Trend zum Homeoffice in der Coronavirus-Krise weltweit den Bedarf an Software erhöhe, die in der Cloud verfügbar und damit flexibel einsetzbar sei.
Der Oracle-Verwaltungsrat erhöhte ausserdem den Rahmen für Aktienrückkäufe um 20 Milliarden Dollar. Obwohl die Ergebnisse den Markterwartungen weitestgehend entsprachen, reagierten die Aktien nachbörslich zunächst mit Verlusten. Der Aktienkurs hatte in den vergangenen drei Monaten allerdings bereits um über 20% zugelegt und zuletzt ein Rekordhoch erreicht. 

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