Oracle sinniert über RZ-Bau in Indien

10. Oktober 2012, 06:00
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Oracle hat erkannt, dass ein Rechenzentrum in Australien nicht ausreicht, um mit der zunehmenden Bedeutung des Asia-Pazifik-Raums Schritt halten zu können.

Oracle hat erkannt, dass ein Rechenzentrum in Australien nicht ausreicht, um mit der zunehmenden Bedeutung des Asia-Pazifik-Raums Schritt halten zu können. Schliesslich trägt die Region heute schon 17 Prozent zum Jahresumsatz von 37 Milliarden Dollar bei und Länder wie China und Indien werden mit zweistelligen Zuwachsraten auch als Absatzmärkte immer wichtiger.
In Kürze soll ein zweites Rechenzentrum in Singapur in Betrieb genommen werden, für ein drittes könnte sich in ein paar Jahren Indien anbieten, deutete Oracle-Regionschef Steve Au Yeong an der Oracle OpenWorld 2012 in San Francisco gegenüber der indischen 'The Economic Times' (TOI) an.
Mit 30'000 von insgesamt 40'000 Beschäftigten stellt der Subkontinent die meisten Mitarbeiter in der Asia-Pacific-Region, auch wenn China heute schon der grösste Umsatzträger dieser Region ist. Yeong zufolge habe sich das Wachstum in Indien zwar etwas verlangsamt, es sei aber immer noch im zweistelligen Bereich. Indien gilt wegen dem Englisch als zweite Muttersprache und den vielen gut ausgebildeten, aber vergleichsweise günstigen Software-Experten als vorzüglicher Standort für ein drittes Rechenzentrum von Oracle. Ob das Land aber den Zuschlag erhält, hänge davon ab, wie sich die weltweiten Investitionen dort entwickeln, so der Executive Vice President Yeong. Für Oracle bemerkenswert findet er, dass der Markt sich für Cloud-Strategien im Telekommunikations- und Bankenbereich bereits öffnet.
"China und Indien sind unsere Wachstumsmärkte in Asien – beide Ökonomien sind von signifikanter Grösse für uns. In Indien haben wir im vergangenen Jahr Tausende von Jobs geschaffen und das Land birgt auch unser grösstes Team von Entwicklern ausserhalb der USA", schreibt 'TOI' unter Berufung auf Oracles Co-Präsident Mark Hurd. (kh)

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