Oracle stellt Sun Ray und Co. aufs Abstellgleis

15. Juli 2013, 12:55
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Sun-Ray-Hardware und -Software wird nicht mehr weiterentwickelt.

Sun-Ray-Hardware und -Software wird nicht mehr weiterentwickelt.
Oracle hat wie 'ZDnet' berichtet in aller Stille die Weiterentwicklung einiger Virtualisierungstechnologien eingestellt, zu denen der Softwareriese durch die Übernahme von Sun gekommen ist. Dazu gehören Oracles "Sun Ray"-Thin Clients, das dazugehörige Betriebssystem, die Oracle Virtual Desktop Infrastructure Software (Oracle VDI), die Virtual Desktop Client Software (OVDC) und Oracles Sun Ray Software (SRS).
Oracle hat es nicht für notwendig befunden, diese Entscheidung, die diverse Kunden und Partner betrifft, öffentlich bekannt zu geben. Die Ankündigung erfolgte in einem Support-Dokument, auf das man nur mit einem aktiven Oracle-Supportvertrag zugreifen kann. Wie Oracle dort erklärt, werden für die genannten Produkte keine neuen Features mehr entwickelt. Oracle verspricht aber, dass der technische Support unverändert weitergeführt werde. Kunden könnten zudem weiterhin neue Lizenzen kaufen oder bestehende Support-Verträge verlängern. Auch Sun-Ray-Clients kann man vorerst noch bestellen, aber wohl nicht mehr lange. Wann der letzte Zeitpunkt ist, an dem man noch Sun-Ray-Clients bestellen kann, will Oracle in Kürze bekannt geben.
Oracle verkleinert damit sein Angebot an Desktop-Virtualisierungsvarianten, das seit der Übernahme von Sun teilweise Doppelspurigkeiten aufwies. In Zukunft will sich Oracle auf die Weiterentwicklung der Produkte Secure Global Desktop und VirtualBox konzentrieren. (hjm)

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