Oracle verkauft nun auch "Blech" - von HP

25. September 2008, 08:52
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Oracle vermarktet nun auch Hardware. Beim Datenbankriesen gibt es ab sofort die "HP Oracle Database Machine" und die "HP Oracle Exadata Servers".

Oracle vermarktet nun auch Hardware. Beim Datenbankriesen gibt es ab sofort die "HP Oracle Database Machine" und die "HP Oracle Exadata Servers".
Oracle steigt ins Hardware-Business ein. Dies verkündete Oracle-Chef Larry Ellison höchstpersönlich gestern Abend an der Hausmesse 'OpenWorld' vor angeblich 43'000 Zuhörern.
Der Datenbankriese wird allerdings nicht selbst Hardware herstellen, sondern tritt als Reseller von Hewlett-Packard auf. Ellison stellte zwei Systeme, einen Datenbank-Server und ein Speichersystem, vor, die die Performance der Hardware-Software-Kombination bei datenintensiven Abfragen um bis zu Faktor 10 steigern soll.
Die "HP Oracle Database Machine" ist ein vorkonfigurierter und auf Geschwindigkeit getrimmter Datenbank-Server. Das System besteht aus acht, in einem Grid angeordneten HP-Maschinen mit 64 Intel-Prozessor-Kernen. Als Betriebssystem ist Oracles "Enterprise Linux" installiert. Die Datenbank-Server greifen auf ein Grid von maximal 14 Storage-Servern mit bis zu 168 Terabytes Speicherplatz zu. Die Daten flutschen gemäss Oracle mit einem GB pro Sekunde und Server zwischen Storage- und Datenbank-Servern hin und her.
Die HP-Oracle-Maschinen sollen für grosse Daten-Warehouses eingesetzt werden. Sie sollen die Leistung der Datenbanken um bis zu Faktor 10 verbessern, weil das Verarbeiten von datenintensiven Abfragen vom Datenbank-Server auf die Speicher-Server verlagert wird. Bei steigenden Anforderungen können "einfach" weitere Storage-Server angehängt werden.
Interessenten können ab sofort die Maschinen-Software-Kombination direkt bei Oracle bestellen. Die Server, es handelt sich um HP ProLiant DL180 G5, werden von Hewlett-Packard gebaut, konfiguriert und geliefert. HP erbringt den Hardware-Support, Oracle denjenigen für die Software.
Endgültiges Ende der Freundschaft mit Sun, Angriff auf Teradata
Dass Oracle nun als Reseller für Hewlett-Packard-Hardware auftritt, ist auch ein Zeichen, dass die einst enge Beziehung zu Sun Microsystems definitiv nicht mehr besteht. Dies ist nicht verwunderlich, ist doch Sun seit dem Kauf von MySQL ein direkter Konkurrent von Oracle.
Es bedeutet aber auch, dass Oracle den Anbietern von spezialisierten Systemen für Daten-Warehouses, zu nennen ist da vor allem Teradata, Marktanteile abjagen will. (Christoph Hugenschmidt)

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