Oracle: "Viel Glück mit LibreOffice"

6. Oktober 2010, 08:57
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Keine Unterstützung für das neue Open-Source-Projekt.

Keine Unterstützung für das neue Open-Source-Projekt.
Oracle hat bestätigt, was in der Open-Source-Szene schon lange befürchtet (oder gehofft?) wurde: Der Datenbank- und Hardware-Riese wird die neu entstandene "Document Foundation" und ihr LibreOffice-Projekt nicht unterstützen. Verschiedene Open-Source-Organisationen hatten Ende September die Open-Source-Bürosuite OpenOffice von Oracle unabhängig erklärt und den neuen Namen eingeführt. Offiziell bestand damals die Hoffnung, dass Oracle LibreOffice unterstützen möge.
Oracle will nun aber die freie Bürosuite selbst weiterentwickeln. Der Konzern sagte, das Schöne an Open-Source-Software sei, dass jedermann eine eigene Abspaltung einer bestehenden Software entwickeln könne. Oracles Ziel sei es, dass OpenOffice und das Open Document Format (ODF) weiter verbreitet würden. Sollte die "Document Foundation" OpenOffice und das ODF voranbringen, wünsche man ihr alles Gute, liess Oracle verlauten.
LibreOffice wird unter anderem von der Free Software Foundation, Canonical, Collabora, Gnome Foundation, OSI, Oasis und Mitgliedern der regionalen OpenOffice-Entwicklungsgruppen (darunter auch von der OpenOffice.org Switzerland Association) unterstützt. Auch Open-Source-nahe IT-Grössen wie Google, Novell und Red Hat sind an Bord. Um am Markt akzeptiert zu werden, muss das neue Projekt allerdings weitere Unterstützer – und vor allem auch Softwareentwickler – finden. Weltweit nutzen derzeit über 100 Millionen User OpenOffice. (mim)

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