Oracle vs. SAP: SAP will einen Vermittler

29. August 2007 um 13:54
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Im potentiell bedeutungsvollen Rechtsstreit zwischen Oracle und SAP gibt es Neuerungen.

Im potentiell bedeutungsvollen Rechtsstreit zwischen Oracle und SAP gibt es Neuerungen. Oracle beschuldigt SAP, über die Tochterfirma TomorrowNow illegal proprietäre Software von Oracle heruntergeladen zu haben.
Die beiden Streitparteien haben gestern nun ein gemeinsamens Statement dem Gericht vorgelegt, in dem sie ihre Standpunkte erläuterten. Am 4. September wird vor Gericht eine Konferenz stattfinden, in dem man über die nächsten Verfahrensschritte diskutiert. SAP schlägt dabei den Einbezug eines Vermittlers vor, der versuchen sollte einen Kompromiss bezüglich des entstandenen Schadens zu finden. Damit könnte man das Verfahren dann aussergerichtlich erledigen.
Ansonsten sind die Standpunkte zwischen Oracle und SAP weit entfernt. Oracle versucht den Fall so gross wie möglich zu machen. Die aufgedeckten Downloads seien nur "die Spitze des Eisbergs", heisst es in den Statement.
SAP seinerseits sagt, Oracle dramatisiere gewaltig. TomorrowNow habe durchaus das Recht gehabt, für seine Kunden gewisse Software zu beziehen. Es gehe nur darum, ob die Service-Firma dieses Recht in gewissen Fällen überschritten habe und keineswegs um "organisierten Diebstahl im grossen Stil", wie das Oracle behauptet. (hc)

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