Oracle: Wir schweben auf der Wolke, im Fall

19. Dezember 2013, 10:14
  • international
  • oracle
  • geschäftszahlen
image

Cloud-Umsätze schon im Milliardenbereich, sagt Ellison.

Cloud-Umsätze schon im Milliardenbereich, sagt Ellison.
Oracle hat im abgelaufenen zweiten Quartal seines Geschäftsjahrs 2014 einen Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar gemacht, 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der operative Gewinn sank um 2 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar und der Reingewinn um 1 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar.
Die Zahlen des Softwareriesen lesen sich zwar unspektakulär, überraschten aber die Wall Street positiv. Die Oracle-Verantwortlichen betonten bei der Veröffentlichung vor allem, dass man im Cloud-Geschäft keineswegs gegenüber der Konkurrenz an Boden verliere, wie das manche befürchtet hatten. Den genauen Cloud-Umsatz deklarierte Oracle zwar nicht, aber CEO Larry Ellison erklärte, dass es sich um ein "Milliarden-Dollar-Geschäft" handle. Der Umsatz mit Software-as-a-Service-Angeboten sei im zweiten Quartal um 35 Prozent gestiegen. Damit mache Oracle Marktanteile gut. Und ausserdem sei das Cloud-Geschäft für sein Unternehmen, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, gewinnbringend, so Ellison. Konkurrenten wie Salesforce oder Workday hatten zuletzt Verluste verbucht.
Oracle verwies auch auf Erfolge im Hardware-Geschäft - zumindest konnte in diesem Bereich der in den letzten Jahren vorherrschende Abwärtskurs gebremst werden. Die reinen Hardware-Einnahmen gingen verglichen mit dem letzten Jahr noch um 3 Prozent auf 714 Millionen Dollar zurück. Da gleichzeitig die Supporteinnahmen stiegen, blieben die Gesamteinnahmen im Hardwarebereich stabil. Vor einem Jahr betrug der Rückgang noch 14 Prozent. Laut Oracles Hardwarechef Mark Hurd stiegen die Umsätze mit den Exadata-, Exalogic- und Exalytics-Appliances im zweistelligen Bereich. Das bedeutet allerdings auch, dass die Umsätze mit Mehrzweckservern ein weiteres Mal deutlich gesunken sein dürften. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Weshalb sich Cloud-Zahlen nur schwer vergleichen lassen

Weil die Hyperscaler ihre Umsätze unterschiedlich berechnen und ausweisen, ist ein direkter Vergleich der einzelnen Konkurrenten nur sehr schwer möglich.

publiziert am 21.9.2022
image

Ingram Micro will zurück an die Börse

Ingram Micro plant nach fast 6 Jahren eine Rückkehr an die Börse. Damit zeichnet sich ein Transformationsschub bei dem Distributor ab.

publiziert am 21.9.2022
image

Ergon wächst weiter

Der Softwareentwickler konnte seinen Umsatz im 1. Halbjahr 2022 um 8% steigern.

publiziert am 21.9.2022
image

EVGA stellt Produktion von Grafikkarten ein

Als Grund für das Ende nennt der Hardware-Hersteller Probleme in der Zusammenarbeit mit dem Chipproduzenten Nvidia.

publiziert am 19.9.2022