Oracles Kaufwut nagt am Gewinn

20. Juni 2014, 12:21
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Oracle kann auch im Schlussquartal 2013/2014 nicht überzeugen, ist aber mit dem Hardware-Bereich zufrieden.

Oracle kann auch im Schlussquartal 2013/2014 nicht überzeugen, ist aber mit dem Hardware-Bereich zufrieden.
Hohe Kosten und stagnierende Verkäufe neuer Software-Lizenzen machen Oracle zu schaffen. Der Gewinn des SAP-Rivalen schrumpfte in seinem vierten Geschäftsquartal von März bis Mai um 4 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz konzernweit stieg um 3 Prozent auf 11,3 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Oracle selber hatte sich aber für abgelaufene Quartal ein Umsatzwachstum zwischen 4 und 7 Prozent auf die Fahnen geschrieben. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 6 Prozent.
Zwar konnte Oracle Erfolge im Cloud-Computing vorweisen und auch die Verkäufe von leistungsstarken Firmenrechnern liefen besser. Im Bereich Cloud Infrastructure-as-a-Service (IaaS) konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich gesteigert um 13 Prozent auf 128 Millionen werden. In den Bereichen Cloud Software-as-a-Service (SaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) steigerte das Unternehmen den Umsatz gar um 25 Prozent auf 322 Millionen. "Oracle ist nun das zweitgrösste SaaS-Unternehmen der Welt - gleich hinter Salesforce", freut sich Oracle-CEO Larry Ellison. "Wir sind grösser und profitabler als Rackspace."
Der Jahresumsatz beträgt 38,28 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 3 Prozent. Der Nettogewinn blieb im vergangenen Geschäftsjahr stabil auf 10,96 Milliarden Dollar. (sda/lvb)

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