Orange bricht mit Alcatel-Lucent

6. Dezember 2012, 10:44
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Der Netz-Outsourcing-Vertrag zwischen Orange und Alcatel-Lucent läuft Ende Jahr aus. Als neue Partner werden Nokia Siemens und Ericsson gehandelt.

Der Netz-Outsourcing-Vertrag zwischen Orange und Alcatel-Lucent läuft Ende Jahr aus. Als neue Partner werden Nokia Siemens und Ericsson gehandelt.
Der Telekom-Blog scal.ch liess gestern eine "kleine Bombe" platzen, wie es auf Twitter zwischen Orange und dem Telekomausrüster Alcatel-Lucent vor dem Aus. Alcatel-Lucent habe sich geweigert, eine kurzfristige Verlängerung zu unterzeichnen. Damit ist Alcatel-Lucent nur noch bis Ende Jahr für die Betreuung des Netzes zuständig.
Alcatel-Lucent hat dies nun mittlerweile gegenüber inside-it.ch bestätigt: Sprecher Simon Poulter sagt, der Managed-Services-Vertrag sei in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst worden. Man werde dafür sorgen, dass der Übergang zum neuen Partner Anfang 2013 reibungslos funktioniere und dies keine negativen Auswirkungen auf den Netzbetrieb habe.
Erst gestern hatte Thomas Sieber, bis vor kurzem CEO und aktuell Verwaltungsratspräsident von Orange, am Rande der Telekommarkt-Jahrestagung in Zürich gegenüber inside-it.ch gesagt, mit einem Entscheid in dieser Sache sei "in den nächsten Wochen" zu rechnen.
Auch Sunrise kündigte
Offenbar stimmen die Leistungen des angeschlagenen französisch-amerikanischen Konzerns Alcatel-Lucent seit einiger Zeit nicht mehr. Spätestens nachdem im Sommer Sunrise den Vertrag mit Alcatel-Lucent gekündigt hatte auf, doch Orange wollte sich jeweils nicht dazu äussern.
Mit welchem Netzbetreiber Orange ab Anfang 2013 kooperieren wird, ist derweil noch unklar. Scal.ch geht davon aus, dass Nokia Siemens Networks (NSN) das Netzwerk-Equipment liefern und Ericsson für die Wartung zuständig sein wird. Ebenfalls noch offen ist, was mit den betroffenen Angestellten geschehen wird, die 2008 von Orange zu Alcatel-Lucent wechselten. (Maurizio Minetti)

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