Orange schafft "Turnaround"

22. Februar 2012, 16:01
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Mehr Kunden aber weniger Umsatz.

Mehr Kunden aber weniger Umsatz.
Das Geschäftsjahr 2011 war beim Schweizer Telecomanbieter Orange durchzogen. Der Telco hat laut einer Mitteilung rund 43'000 Neukunden, ein Plus von 2,7 Prozent, und hat damit über 1,6 Millionen Kunden im Boot. Das Unternehmen spricht von einem "Turnaround". Laut Therese Wenger, Orange-Pressesprecherin, ist es dem Telco zum ersten Mal seit 2009 wieder gelungen, die Kundenanzahl markant zu steigern.
Der Umsatz ist weniger erfreulich. Der Gesamtumsatz von Orange hat im Vergleich zu 2010 um 3,6 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken abgenommen. Das Unternehmen sieht den Grund der Umsatzeinbusse bei den gesunkenen Mobilterminierungsgebühren. Das sind Gebühren, die ein Mobilfunkbetreiber einem anderen Anbieter für die Durchstellung eines Anrufs in sein Netz verrechnet. Der Telco hat laut Therese Wenger, Orange-Pressesprecherin, die Terminierungsgebühren im Oktober 2011 von 17 auf 10 Rappen gesenkt und letztmals im Januar 2011 auf rund 9 Rappen.
Das Politikum Terminierungsgebühren kommt immer wieder auf: Erst Ende 2011 hat die Wettbewerbskommission eine Untersuchung eingestellt, bei der die Mobilfunkprovider Swisscom, Sunrise und Orange unter Beschuss waren wegen zu hohen Terminierungsgebühren. Eingestellt wurde die Untersuchung, da die Gebühren seit 2005 kontinuierlich gesunken sind. (lvb)

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