Orange zieht sich aus dem FTTH-Markt zurück

10. Dezember 2010, 14:47
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Stategische Neuausrichtung auf mobile Kommunikation.

Stategische Neuausrichtung auf mobile Kommunikation.
Der Telekommunikationsanbieter Orange zieht sich als Anbieter von Fernseh-, Internet- und Telefoniediensten auf dem Glasfasernetz des Zürcher EWZ zurück. Als Grund dafür nennt Therese Wenger, Mediensprecherin von Orange, die strategische Neuausrichtung des Telekommunikationsunternehmens. Aufgrund der Marktverhältnisse im Breitbandnetz "führen wir zur Zeit unsere Plattform nicht weiter", so Wenger. Orange wolle sich in Zukunft auf mobile Kommunikationsdienste und -Angebote fokussieren.
Der Festnetz-Breitbandmarkt werde seit Jahren von Swisscom und Cablecom dominiert. Wie Wenger gegenüber inside-it.ch ausführt, liegt der Anteil von Swisscom am DSL-Markt bei mehr als 75 Prozent und 65 Prozent der Kabelanschlüsse beherrsche Cablecom. Glasfasernetze könnten diese Marktverhältnisse zumindest derzeit nicht fundamental ändern Mit einer weiten Verbreitung von Glasfaseranschlüssen sei nicht vor 2013 bis 2015 zu rechnen. Es mache für Orange deshalb momentan keinen Sinn, sich weiterhin unter den Marktpionieren zu positionieren. Die Partnerschaft mit dem EWZ bleibe aber erhalten und man befürworte auch weiterhin die Entwicklung des Glasfasernetzes. Ausserdem behalte sich Orange alle Optionen offen, später mit einem neuen Angebot wieder in den Markt einzusteigen.
Auf dem Glasfasernetz des EWZ in Zürich sind von der Abschaltung 60 Kunden betroffen. Diesen hat Orange das Angebot von GGA Maur empfohlen, welche über die meisten Kunden im Zürcher Netz verfügt. Orange war 2008 mit einem Privatkundenangebot auf dem Glasfasernetz des EWZ gestartet. Dieses konnte sich jedoch nie richtig durchsetzen. Neben den anderen fünf Anbietern auf dem Zürcher Netz war vergangenen Monat auch die Swisscom mit einem eigenen Angebot in den Glasfaser-Konkurrenzkampf eingestiegen. (Thomas Brühwiler)

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