Orbit-iEX 05: Geschrumpft aber nicht tot

25. Mai 2005, 15:36
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"Les absents ont toujours tort"

"Les absent ont toujours tort"
Zuerst war Schrecken gross: Eine gähnend leere Halle 2 begrüsste gestern Morgen die ersten Besucher der IT-Messe Orbit-iEX in Basel. Das gesamte Parterre der Halle 2, in die die grösste Schweizer IT-Veranstaltung unterdessen geschrumpft ist, steht leer.
Doch im ersten und zweiten Stock der Messehalle herrschte gestern Morgen schon ein erstaunlich lebendiges Treiben. Zwar fielen da und dort leere Flächen auf (einen so grosszügigen "Mediacorner" haben wir noch an keiner Messe gesehen...) und die Orbit-iEX präsentiert keineswegs einen Querschnitt durch das helvetische IT-Schaffen - dafür fehlen zu viele wichtige Players und Industriezweige (Outsourcing, Systemintegration, Individual-SW-Entwicklung). Doch insgesamt herrschte gestern Abend unter Ausstellern und Besuchern eine recht optimistische Stimmung vor.
Suse Linux statt Windows
Geschickt hat Novell die Gelegenheit beim Schopf gepackt, die die Absenz von Microsoft, Sun und IBM bietet. Wer sich für IT-Infrastruktur-Software wie Server-Betriebssysteme, E-Mail-Systeme, Directories etc. interessiert, findet nur einen Hersteller: Suse Linux. Der allerdings ist mit einer Reihe von Partnern prominent platziert. Auch die Tradition der kostenlosen Kurzvorträge, die früher viel Publikum zum Microsoft-Stand zogen, hat Novell aufgegriffen.
B2who?
Obwohl die diesjährige Orbit-iEX bei weitem von Business-Software-Anbietern von A wie Abacus bis Z wie Zeit AG dominiert wird, haben sich auch einige Anbieter von Heimelektronik eingeschlichen. Der Schweizer Assemblierer Reycom, der mit Windows Media Center-PCs Furore machte, zog viele BesucherInnen auf den Stand des Distributors Wyscha. Ebensowenig beschränkte sich der Webhändler/Distributor Brack auf ein reines B2B-Sortiment. Und diverse Anbieter von Geräten und Software für Internet-Telefonie (VoIP) richten sich sowohl an Firmen- wie auch Privatkunden.
Die Basler Messe wird ihre Selbstdarstellung als reine Business-to-Business-Messe für das nächste Jahr überdenken müssen.
Disti-Park still und leise beerdigt
Vergeblich machten wir uns auf die Suche nach dem angekündigten "Resellers-only"-Bereich für Distributoren. Offensichtlich hat man das Unterfangen mangels Nachfrage still und leise beerdigt. Wie uns Messeleiter Giancarlo Palmisano sagte, befürchteten die Distributoren in einem speziellen, nur für Reseller zugänglichen Bereich zuwenig Besucher empfangen zu können.
Positiv aufgefallen ist hingegen, dass die Kundenfreundlichkeit der Zürcher Internet Expo offensichtlich nach Basel mitgezügelt ist. Medienschaffende können sich beispielsweise sehr unkompliziert und schnell anmelden, das ätzende Anmeldungs- und Überprüfungsverfahren aus alten Orbit-Zeiten gibt es nicht mehr. (Christoph Hugenschmidt)

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