Outsourcing Europa: Mehr, aber kleinere Aufträge.

28. April 2009, 04:44
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Megadeals blieben weiterhin aus.

Megadeals blieben weiterhin aus.
Gemäss aktuellen Zahlen des Sourcing-Beraters TPI sind auch im ersten Quartal dieses Jahres die bereits in der zweiten Hälfte des letzten Jahres spärlichen Megadeals im europäischen IT-Outsourcing-Markt weitgehend ausgeblieben. TPI berücksichtigt für seinen Outsourcing-Index Abschlüsse ab einem Vertragswert von 20 Millionen Euro. Als "Megadeals" werden Verträge ab 800 Millionen Euro bezeichnet.
Der gesamte Vertragswert der im ersten Quartal 2009 in der Region EMEA (Europa, naher Osten und Afrika) abgeschlossenen Outsourcing-Verträge über 20 Millionen Euro erreichte im ersten Quartal dieses Jahres knapp über 7 Milliarden Euro. Das sind 44 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres und 14 Prozent weniger als im letzten Quartal 2008. Da die Anzahl der Aufträge gleichzeitig leicht stieg, sank der durchschnittliche Wert im Vergleich zum Vorquartal um 29 Prozent auf 105 Millionen Euro.
Der Rückgang des Gesamtvolumens war gemäss TPI hauptsächlich auf das bereits angesprochene Ausbleiben der Grossdeals zurückzuführen.
"Wir sehen die Tendenz, dass immer mehr Unternehmen Outsourcing-Verträge vergeben, auch wenn der Vertragswert geringer ist," sagt Bernd Schaefer, Partner und Managing Director, TPI. "Dies ist in erster Linie das Ergebnis taktischer Massnahmen, die darauf abzielen, spezifische Herausforderungen wie typischerweise Kostensenkungen zu bewältigen."
Outsourcing-Grossdeals, glaubt Schäfer, sind darum aber noch nicht Vergangenheit: "Wenn sich die konjukturellen Aussichten aufhellen, rechnen wir mit einer Wiederbelebung der grösseren Vertragsabschlüsse in der EMEA-Region, besonders in den weniger reifen Märkten in Kontinentaleuropa."
Darüber, wieviel Vertragsvolumen sich durch die Tendenz zu kleineren Deals unter den "TPI-Horizont" von 20 Millionen Euro verschoben hat, und über die Entwicklung des Gesamtmarkts für IT-Outsourcing inklusive KMU, kann TPI keine Angaben machen. (Hans Jörg Maron)

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