Outsourcing-Markt hat Covid-Krise überwunden

19. Juli 2021 um 15:11
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Laut dem aktuellen ISG Index sorgten insbesondere Cloud-Dienste dafür, dass das Outsourcing-Geschäft fast wieder Rekordwerte erzielen kann.

Die Corona-bedingten schlechten Zeiten auch des 2. Quartals 2020 sind nun endgültig überwunden. Das jedenfalls legen die von der Information Services Group (ISG) publizierten Analysen der Outsourcings-Volumen in der EMEA-Region nahe. Demnach ist in dem 2 Rubriken umfassenden Markt in den letzten 3 Monaten das Vertragsvolumen im As-a-Service-Markt um 41% gegenüber dem Vorjahresquartal auf nunmehr 2,4 Milliarden Euro gewachsen. Genauso haben die Managed Service im Vergleich mit dem schwachen Vorjahresquartal ein Vertragsvolumen von 2,9 Milliarden Euro erreicht und um 23% zugelegt.
Insgesamt lag das Outsourcing-Vertragsvolumen im von der ISG untersuchten Region also bei 5,3 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 31% entspricht. Somit sei das 3. Quartal in Folge ein Wert von mehr als 5 Milliarden Euro erreicht worden, schreiben die Analysten. Dabei muss man wissen, dass der vierteljährlich erscheinende Index nur Outsourcing-Verträge mit einem jährlichen Vertragsvolumen von mindestens 4,2 Millionen Euro listet.
Interessant sind auch die Resultate im Vergleich mit dem 1. Quartal 2021. Besonders gut abgeschnitten haben hier einmal mehr die As-a-Service-Ausgaben, die für diesen Zeitraum ein Plus von 15% aufwiesen und damit erneut einen Rekordwert erreichten. Anders sieht es bei den Managed Service aus, die mit einem Minus von 4% im Vergleich zum 1. Quartal 2021 den 2. Rückgang in Folge zu verbuchen hatten.
Innerhalb des As-a-Service-Segments mit einem Gesamtvolumen von 2,4 Milliarden Euro erzielte das Infrastructure-as-a-Service-Geschäft (IaaS) mit einem Plus von 47% einen Rekordwert von 1,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies noch eine Zunahme von 18% . Gleichzeitig nahm die Nachfrage nach Software-as-a-Service-Leistungen (SaaS) um 27% auf einen neuen Höchststand von 609 Millionen Euro zu. Im Vergleich zum Vorquartal belief sich hier das Wachstum auf noch 5%.
Weniger positiv sieht es bei den Managed-Services aus. Mit einem Vertragsvolumen von 2,9 Milliarden Euro verzeichnete es im Vergleich zum Corona-bedingten schwachen 2. Quartal des Vorjahres zwar einen Anstieg der Nachfrage um 23%. So erzielte das Teilsegment IT-Outsourcing (ITO) ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahresquartal, während im Business Process Outsourcing (BPO) das Volumen gar um 54% stieg. Verglichen mit dem Vorquartal resultiert aus diesen Ergebnissen jedoch ein Minus des Vertragsvolumens von 4%.

Cloud-Akzeptanz steigt nun auch in Europa deutlich

Glaubt man der ISG, hinkte die Nachfrage nach Cloud-basierten Services in Europa anderen Weltregionen um drei bis fünf Jahre hinterher. Nun aber schliesse sich diese Lücke, meinen die Analysten. "Im Verlauf der Coronakrise hat die digitale Transformation signifikant an Fahrt aufgenommen, so dass die allgemeine Cloud-Akzeptanz nun auch in Europa deutlich gestiegen" sei. Da die Ausgaben für As-a-Service-Lösungen bald mehr als 50% des Gesamtmarkts ausmachen, stünde die Region unmittelbar vor einer Wende.
Jedenfalls ist man bei der ISG optimistischer geworden und prognostiziert nun, dass der Markt für Cloud-basierte Dienste (IaaS und SaaS) im Jahr 2021 weltweit um 21% zulegen werde, zuletzt hatte die Analysten noch 18% angegebenen. Auch bei den Managed Services hebt ISG die Jahresprognose an. Diese belaufe sich neu auf 9% Wachstum, während sie im ersten Quartal 2021 noch mit 5% angegeben worden war.

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