P5group geht in Q-Perior auf

31. Mai 2017, 12:39
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Mit der Fusion der P5group und der Q-Perior wollen die zwei IT-Beratungshäuser ein neues Schwergewicht im Schweizer Markt bilden.

Mit der Fusion der P5group und der Q-Perior wollen die zwei IT-Beratungshäuser ein neues Schwergewicht im Schweizer Markt bilden. Bis Ende dieses Jahres soll jedenfalls die P5group in die Q-Perior integriert sein, heisst es in einer Mitteilung. Gemeinsam werden dann 230 Q-Perior-Berater in der Schweiz aktiv sein.
Der Zusammenschluss wird so abgewickelt, dass die P5group-Aktionäre neu zu Aktionären der Q-Perior werden, wie P5group-Geschäftsführer Markus Jüde auf Anfrage erklärt. Das sei auch ein Commitment der sechs P5group-Gründer, die seit 2011 an Bord sind und sich weiterhin engagieren werden, so Jüde.
Zum Wert der jeweiligen Aktienpakete und über welche Q-Perior-Anteile die neuen Aktionäre verfügen, sei Stillschweigen vereinbart worden. Da es nicht sinnvoll sei mit zwei Marken am Markt zu agieren, werden in der bereits angelaufen Integrationsphase der Name der P5group wie derjenige der drei Firmen IC & Partner, Adverdi und ER & Partner verschwinden.
Jüde verweist zur Erklärung des Deals auf die Geschäftsmodelle der beiden Unternehmen, die zwar sehr ähnlich seien, sich aber trotzdem kaum überschneiden würden. Denn Q-Perior sei zwar im Stammland Deutschland stark im Banking vertreten, aber in diesem Sektor kaum in der Schweiz präsent. P5group hingegen erwirtschafte ausschliesslich in der Schweiz fast 80 Prozent des Umsatzes im Banking und arbeite für sieben der zehn grössten hiesigen Banken.
Versprochen wird folglich, dass sich durch die Bündelung von Kompetenzen vor allem eine Stärkung im Bereich Finanzdienstleistungen ergeben werde. Das Beratungsangebot wird "künftig über den SAP-Fokus hinaus auch Managementberatung für Banken" umfassen, lässt sich Karsten Höppner, CEO Q-Perior in der Mitteilung zitieren.
Für die Kunden beider Firmen soll sich "ausser dem erweiterten Beratungsangebot nichts ändern", also auch die Ansprechpartner bestehen bleiben. Vorgesehen ist aber, im Rahmen der Fusion weitere Arbeitsplätze an den Standorten Zürich und Bern zu schaffen, heisst es weiter. Entsprechende Spezialisten werden gesucht.
"Handeln aus Position der Stärke"
Die in der Öffentlichkeit wenig präsente P5group war 2011 aus dem Zusammenschluss der drei auf Finanz-IT spezialisierten Berater, Personalverleiher und Feststellenvermittler IC & Partner, Adverdi und ER & Partner entstanden. Heute beschäftige man 110 Mitarbeiter und sei damit hierzulande etwa gleich stark vertreten wie Q-Perior, wo 120 der insgesamt 810 Mitarbeiter in der Schweiz arbeiten, wie Jüde ausführt. Er unterstreicht, dass die P5group 2016 mit einem Umsatz von 27 Millionen Franken das erfolgreichste Geschäftsjahr seit Firmengründung hinter sich habe.
Die Zusammenlegung erfolge denn auch aus einer Position der Stärke, so Jüde. Mit der gemeinsamen Kunden-, Angebots- und Mitarbeiterbasis ziele man auf nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Zukunftssicherung, so die Mitteilung.
Das IT- und Business-Beratungshaus Q-Perior, ebenfalls 2011 aus einer Fusion der drei deutschen Consulter Agens, Esprit und Paricon hervorgegangen auf.
2016 haben 810 Mitarbeiter am Hauptsitz in Deutschland und an den Standorten in der Schweiz, Österreich, England, USA, Kanada, Slowakei und Bosnien-Herzegowina einen Umsatz von 132 Millionen Euro erwirtschaftet, teilt das Unternehmen mit. Das entspräche einem Wachstum von 26 Prozent. Im Schweizer Markt habe man mit den 120 Mitarbeitern sogar mit 32 Millionen Franken ein Umsatzplus von 30 Prozent erreicht, heisst es weiter. 2012 waren es noch 22 Millionen Franken. (vri)

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