Palantir-Aktien erfolgreich an der Börse platziert

1. Oktober 2020, 14:26
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Beim Börsengang hat Palantir den Referenzpreis klar übertroffen, konnte aber den Einstandspreis nicht lange halten.

Mit 10 Dollar pro Aktie ist der geheimnisumwitterte Börsengang von Palantir in New York gestartet, was das rege Interesse der Anleger zeigte. Der von der New Yorker Börse festgelegte Referenzpreis von 7,25 Dollar hatte Palantir einen Wert von rund 17 Milliarden Dollar bescheinigt. Er wurde deutlich übertroffen. Nach einem Zwischenhoch von fast 11,5 Dollar lag die Aktie am Ende des ersten Börsentags aber bei 9,50 Dollar und damit 5% unter dem Einstandspreis. Der Unternehmenswert bezifferte sich damit auf knapp 21 Milliarden Dollar.
Die Data-Mining-Firma hatte für den Börsengang auf einen vertraulichen Prozess gesetzt, weshalb zunächst weder der genaue Zeitpunkt noch die Anzahl der zu verkaufenden Aktien oder die Preisspanne bekannt waren.
Palantir hat in seiner 17-jährigen Geschichte noch keinen Gewinn geschrieben. Zuletzt wurde 2019 bei einem Umsatz von 743 Millionen Dollar ein Verlust von 580 Millionen Dollar ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet Palantir ein Umsatzwachstum um bis zu 43% auf knapp mehr als eine Milliarde Dollar. Das Wachstum soll sich 2021 aber wieder auf 30% abschwächen.
Bereits 2018 war schon einmal über einen Börsengang spekuliert worden. Damals war von einer Bewertung von 36 bis 41 Milliarden Dollar die Rede.
Das Unternehmen macht nicht nur mit Verschwiegenheit Schlagzeilen, sondern auch weil die Firma Big-Data-Analysen für Nachrichtendienste wie die CIA und Regierungen auf der ganzen Welt macht.

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