Pandemie rüttelte am Vertrauen in E-Gov-Services

3. Januar 2022, 13:45
  • e-government
  • studie
  • deloitte
image

E-Services von Behörden werden hierzulande beliebter. Gleichzeitig aber machen sich mehr Menschen Sorgen über mögliche Risiken.

Die Menschen in der Schweiz werden offener gegenüber staatlichen digitalen Dienstleistungen. Während der Pandemie haben fast 40% der für eine Studie von Deloitte befragten Schweizer und Schweizerinnen eine grössere Offenheit gegenüber E-Gov-Dienstleistungen entwickelt. 84% der Befragten wollen gemäss der Befragung einen Pass oder eine ID vollständig digital bestellen können. Ebenso viele wollen elektronisch abstimmen können.
Als Vorteile am häufigsten genannt wurden die örtliche (72%) und zeitliche Flexibilität (75%). Daneben stehen Einfachheit (68%) und Zeitersparnis (72%) im Vordergrund. Nur ein eher geringer Anteil von 8% sehe in den digitalen Dienstleistungen der Behörden keinen Mehrwert, schreibt Deloitte.
"Die Menschen wollen genauso, wie sie Bankgeschäfte und Einkäufe online tätigen, auch mit den Behörden interagieren können", sagt Rolf Brügger, Director für Government & Public Services bei Deloitte Schweiz. Dabei will eine deutliche Mehrheit der Befragten, dass E-Gov-Services von einer staatlichen Stelle und nicht durch private Unternehmen angeboten werden.

Datenschutz und Cybersicherheit werden wichtiger

"Die Pandemie hat das Verhalten und die Erwartungen der Bevölkerung gegenüber Onlineangeboten der Behörden stark verändert", resümiert Brügger. Während die Services der Behörden zwar immer beliebter werden, machen sich laut der Befragung aber auch mehr Menschen Sorgen um mögliche Risiken. Dabei stehen vor allem Cybersicherheit und Datenschutz im Zentrum, heisst es weiter.
21% gaben zudem an, dass ihr Vertrauen in digitale Dienstleistungen der Behörden während der Pandemie gesunken sei. Dies ist deutlich mehr, als in der letztjährigen Deloitte-Umfrage (7%). 

Loading

Mehr zum Thema

image

Anti-Fake-News-Initiative ist vorerst vom Tisch

Mit einem Vorstoss sollten Betreiber in die Pflicht genommen werden, wenn auf ihren Onlineplattformen Falschinformationen verbreitet wurden. Zunächst sind aber Abklärungen nötig.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Wandel im Beschaffungsrecht

Am 02. Februar 2023 ist das erste Event seiner Art – "E-Government im Fokus" – von inside-it.ch über die Bühne gegangen. Wir haben mit 4 Speakern diskutiert, die das Beschaffungswesen in- und auswendig kennen.

publiziert am 3.2.2023
image

Next Episode: Das neue Simap verzögert sich nochmals

Die Entwickler haben die "Komplexität analysiert" und sind zu einer neuen Schätzung gelangt. Dieses Jahr wird’s nichts mehr mit KISSimap.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Kanton Bern präsentiert seine Digitalisierungs-Ideen

Die Berner Regierung hat 36 Schwerpunkte der Digitalisierung vorgestellt. Darunter ein Pioniervorstoss in Sachen E-ID und ein Problemprojekt.

publiziert am 3.2.2023