Paradox: Mitarbeitende vertrauen IT-Abteilungen zu sehr

15. September 2005, 14:11
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Riskanteres Verhalten am Arbeitsplatz als zu Hause

Riskanteres Verhalten am Arbeitsplatz als zu Hause
Der Security-Software-Hersteller Trend Micro hat 1200 Internet-User in den USA, in Japan und Deutschland zu ihrem Verhalten in einer Online-Umfrage befragt. Das Resultat der Umfrage ist paradox, wiegen sich doch Leute, die in einer Firma mit interner IT-Abteilung arbeiten, in falscher Sicherheit und verhalten sich deshalb im Büro riskanter als zu Hause.
Sie glauben offenbar, die installierte Security-Software und allenfalls auch das Help-Desk würde sie vor den Gefahren des Internet schützen. So sagten 63 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, sie klickten eher auf verdächtige Links oder Webseiten, wenn Security-Software auf dem Computer installiert sei. Von den Leuten, die riskantes Verhalten gegenüber Phishing-Attacken (Identitätsdiebstahl) zu Tage legen, begründen 40% ihr Verhalten damit, dass der IT-Support zur Verfügung stehe, falls Probleme auftauchten.
Ganze 76 % der Befragten sagten, sie öffneten verdächtige Mails und Internet-Links eher am Arbeitsplatz als zu Hause.
Das Problem dabei ist, dass Antiviren-Software und Firewalls nicht unbedingt vor Phishing-Attacken schützen. Diese nützen oft neu entdeckte, und deshalb noch nicht geflickte, Sicherheitslücken in Browsern wie dem Internet Explorer oder Firefox. (hc)

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