Parallelbau in Appenzell

2. Dezember 2011, 15:24
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Keine Glasfaserkooperation zwischen Swisscom und den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken.

Keine Glasfaserkooperation zwischen Swisscom und den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken.
Fast überall in der Schweiz kooperiert Swisscom mit regionalen Energieversorgungsunternehmen beim Bau von Glasfasernetzen. Das finanzielle Angebot des Ex-Monopolisten ist jeweils lukrativ – doch hie und da gibt es Widerstand. Etwa an der Zürcher Goldküste oder in Weinfelden.
Auch in Appenzell Ausserrhoden konnte sich Swisscom nicht mit dem lokalen Energieversorger einigen: Vergeblich hatte Swisscom seit Mitte 2010 versucht.
Bei der SAK wird auf Anfrage betont, dass man Swisscom eine eigene Faser auf Layer 1 ("unbeleuchtet") angeboten habe. Trotzdem habe Swisscom das Angebot nicht angenommen. Wie Swisscom erklärt, geht es bei der Uneinigkeit darum, dass Swisscom den Investitionsschutz im sogenannten Anschlussbereich gefährdet sieht. Der auch "Drop" genannte Bereich umfasst den Abschnitt zwischen dem Hauseingang ("Building Entry Point") und dem Swisscom- bzw. SAK-Schacht ("Distribution Point" oder "Interconnection Point"). Die SAK will in diesem letzten Abschnitt, welcher der teuerste beim Bau eines Glasfasernetzes ist, eigene Infrastruktur verbauen. Swisscom befürchtet, dadurch auf Jahre hinaus von der SAK abhängig zu sein und möchte zu 50 Prozent eigene Infrastruktur in die Kooperation einbringen.
SAK und Swisscom betonen, dass die Verhandlungen nicht definitiv gescheitert seien. Man suche nach wie vor nach Lösungen. (mim)

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