Parlamentsdienste sind auf Externe angewiesen

18. Juni 2013, 09:57
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Die Berner Parlamentsdienste sind aufgrund des Sessionsbetriebs starken Schwankungen unterworfen. Deshalb setzen sie auf flexible externe IT-Ressourcen.

Die Berner Parlamentsdienste sind aufgrund des Sessionsbetriebs starken Schwankungen unterworfen. Deshalb setzen sie auf flexible externe IT-Ressourcen.
Der Dienst für Informatik und neue Technologien (DINT) der Parlamentsdienste hat kürzlich eine Ausschreibung zwecks Anstellung von externem IT-Personal durchgeführt. Die Parlamentsdienste benötigen diverse externe Ressourcen, etwa Windows-, SharePoint- und VMware-Systemingenieure, Datenbankadministratoren, Sicherheitsspezialisten, Projektleiter und Supporter. Die Zuschläge für die zwölf Lose gingen an die sechs Firmen Ace Systems Engineering, Advis, Comdat Datasystems, Fast Frank A. Stich, RealStuff Informatik und Unisys Schweiz.
Der Mindestbedarf für jedes Los wurde auf 2000 Arbeitsstunden (über fünf Jahre) festgelegt, also pro Jahr etwa 400 Stunden. Das ergibt pro Jahr für alle 12 Lose zusammen 4'800 Stunden und ein Vertragsvolumen von knapp 700'000 Franken, was einem durchschnittlichen Stundensatz von 145 Franken entspricht. Zusätzliche 6000 Arbeitsstunden pro Los über fünf Jahre wurden als Option ausgeschrieben. Hier besteht also keine Abnahmepflicht.
Starken Schwankungen unterworfen
Die Parlamentsdienste setzen seit je externe Fachspezialisten ein, erklärt Andreas Wortmann auf Anfrage von inside-it.ch. Wortmann ist Bereichsleiter Ressourcen, Sicherheit und Logistik bei den Parlamentsdiensten in Bern. Man fange so Arbeitsspitzen ab und könne sehr spezifische Aufgaben flexibler erledigen, für die der Aufbau von internem Know-how nicht möglich oder nicht wirtschaftlich sei. Alle diese Aufgaben einzeln auszuschreiben, sei "nicht ökonomisch".
Die nun vergebenen Aufträge bedeuten gemäss Wortmann nicht, dass interne Ressourcen abgebaut werden. "Die IT der Parlamentsdienste ist bezüglich Kapazitätsbedarf starken Schwankungen unterworfen, unter anderem bedingt durch den Sessionsbetrieb. Das macht die Anstellung von zusätzlichem internen Personal schwierig bis unmöglich, da wir Fachkräfte mit einem Beschäftigungsgrad von 25 bis 30 Prozent anstellen müssten. Und wir suchen nicht nur ein einziges Profil, sondern sechs unterschiedliche", erklärt Wortmann. Mit dieser Ausschreibung antizipiere man unter anderem auch die grosse Kapazitätsspitze, welche sich mit dem Legislaturwechsel Ende 2015 erfahrungsgemäss ergeben werde: "Während einem knappen halben Jahr benötigt die IT praktisch doppelte Kapazitäten, um alle zeitkritischen Aufgaben in diesem Zeitraum erledigen zu können."
Aufgaben im Rahmen von grösseren Projekten werden man wie bisher einzeln gemäss beschaffungsrechtlichen Vorgaben ausschreiben, so Wortmann. (mim)

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