PC-Absatz so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr

13. Juli 2017, 10:22
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Im zweiten Quartal diesen Jahres wurden weltweit 4,3 Prozent weniger PCs abgesetzt als im Jahr zuvor.

Im zweiten Quartal diesen Jahres wurden weltweit 4,3 Prozent weniger PCs abgesetzt als im Jahr zuvor. Damit ist der PC-Markt nun seit elf aufeinanderfolgenden Quartalen rückläufig. Insgesamt wurden 61,1 Millionen Stück abgesetzt, so die aktuellen Zahlen des Unternehmensberaters Gartner. Der PC-Markt befinde sich inmitten einer fünfjährigen Krise und der PC-Absatz war im letzten Quartal so tief wie seit 2007 nicht mehr.
Auf die Absatzzahlen wirken sich die höheren Preise aus, die durch die DRAM- und SSD-Knappheit entstehen. Die Hersteller hätten unterschiedlich auf den Komponentenmangel reagiert. Während die einen die Preise selbst absorbierten und auf Marge verzichteten hätten die anderen die Preiserhöhungen auf die Endkunden übertragen, so Gartner. Consumer würden abwarten, bis die Preise wieder nach unten gehen, um ihre Geräte zu ersetzen. Im Business-PC-Bereich hätten die Hersteller die Preise jedoch nicht stark erhöht, denn insbesondere grosse Unternehmen haben im Rahmen von Lifecycle-Management-Verträgen garantierte Preise.
HP überholt Lenovo
Der US-Hersteller HP konnte fünf Quartale hintereinander zulegen und überholte im zweiten Quartal 2017 Lenovo. HP hat neu einen Marktanteil von 20,8 Prozent, während derjenige des chinesischen Herstellers bei 19,9 Prozent liegt. Der Absatz von Lenovo ging im Jahresvergleich um über acht Prozent zurück. Auf Rang drei mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent liegt Dell. Der US-Hersteller verbucht laut Gartner seit fünf aufeinanderfolgenden Quartalen Wachstum.
Auf Rang vier folgt Apple mit einem Marktanteil von knapp sieben Prozent. Jeweils einen Absatzrückgang von gut zehn Prozent mussten die beiden Hersteller mit Sitz in Taiwan, Acer und Asus, hinnehmen.
Sinkender Absatz auch in der EMEA-Region
In der EMEA-Region war der PC-Absatz laut Garter um 3,5 Prozent rückläufig. Insbesondere in Grossbritannien hätte in der Zeit um die Wahlen Unsicherheit geherrscht, was viele Unternehmen dazu veranlässt hätte, mit Neuanschaffungen zu warten. In Deutschland hingegen verzeichnete Gartner ein Wachstum, da viele Unternehmen ihre Geräte im Rahmen einer Windows-10-Migration erneuert hätten. (kjo)

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