PC-Hersteller leiden unter geschwollenen Kondensatoren

10. November 2005, 06:53
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Kein Witz!

Kein Witz!
Letzte Woche berichteten wir, dass Dell in den letzten Monaten 300 Millionen Dollar beiseite legen musste, um einen Fehler bei gewissen Business-PCs zu bereinigen. Das Problem wird durch fehlerhafte Kondensatoren verursacht und betrifft bei Dell die Motherboards von Optiplex-Workstations.
Wie man nun aber bei 'News.com' lesen kann, ist Dell keineswegs der einzige Hersteller, der Probleme mit diesen Kondensatoren bekommen hat. Anscheinend sollen unter anderem iMac G5s von Apple, Workstations von HP aus dem Jahr 2004 und PCs mit Intels D865GBF-Motherboars betroffen sein, die zwischen Frühling 2003 und Mitte 2004 hergestellt wurden.
Kondensatoren sind elektronische Bauteile, die kaum etwas kosten und dazu dienen, Strom zu speichern oder Spannungen zu regulieren. Die fehlerhaften Kondensatoren neigen nach einiger Zeit im Betrieb dazu, anzuschwellen, was sich vor allem an ihrer normalerweise flachen Oberseite zeigt. Mit der Zeit können sie dann auch undicht werden, so dass ein Teil der Flüssigkeit, mit der sie gefüllt sind, ausläuft.
Für den User machen sich die fehlerhaften Kondensatoren gemäss 'News.com' in Problemen mit der Bilddarstellung oder gelegentlichen unerklärlichen Systemabstürzen bemerkbar. Dabei werden sie anscheinend, wie sich zum Beispiel Leute in einem Apple-Diskussionsforum beklagen, oft durch Meldungen, die nach einem Softwarefehler klingen, verwirrt.
Wer vermutet, dass mit seinem PC oder seiner Worksation ein ähnliches Problem vorliegen könnte, sollte ihn also einmal öffnen und sich die Kondensatoren ansehen. Diese würden etwa ähnlich aussehen, wie auf unserem Bild (Der Kondensator links unten zeigt in etwa den Normalzustand, die anderen sind fehlerhaft). Weitere Beispiele findet man unter anderem hier. (Hans Jörg Maron)

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