PC-Hersteller verschmähen Chrome OS

3. Dezember 2010, 13:58
  • workplace
  • google
  • hp
image

Findet Google für das lange erwartete eigene PC-Betriebssystem Partner?

Findet Google für das lange erwartete eigene PC-Betriebssystem Partner?
Fast eineinhalb Jahre ist es her, dass Google ein grundlegendes Problem hat: Es lassen sich kaum PC-Hersteller finden, die auf das OS aus dem Hause Google setzen wollen.
Der grösste PC-Hersteller der Welt, Hewlett-Packard, verzichetet jedenfalls darauf, Netbooks auf Basis von Chrome OS auf den Markt zu bringen. "Wir haben die Entwicklung von Chrome-OS-Hardwareprodukten ausgesetzt", sagte eine Sprecherin der PC-Sparte gegenüber 'FTD'. HP wurde im Sommer 2009 von Google als Hardware-Partner genannt – zusammen mit anderen Branchengrössen wie etwa Acer, Asus, Lenovo oder Toshiba. In der Zwischenzeit hat HP aber den einstigen PDA-Pionier Palm und vor allem dessen modernes Betriebssystem WebOS gekauft. Kleine Geräte aus dem Hause HP werden also in Zukunft WebOS oder Microsoft Windows vorinstalliert haben. Die anderen potenziellen Partner wollten sich gegenüber 'FTD' nicht festlegen.
Gemäss Aussagen von Google-Chef Eric Schmidt soll Chrome OS "in den kommenden Monaten" lanciert werden. Sicher ist, dass Google das lukrative Weihnachtsgeschäft verpasst. Womöglich wird Google – wie beim eingestellten Android-Smartphone Nexus One – Geräte von einem Auftragsfertiger beziehen und unter eigenem Namen vertreiben. Den Generalangriff auf Microsoft und Apple hat sich Google sicher anders vorgestellt. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Tech-Angestellte: Investiert in digitale Infrastruktur, nicht Büroräume!

Eine Mehrheit will weiter hybrid arbeiten und eine schlechte Infrastruktur dafür wäre für viele ein Grund, den Job zu wechseln.

publiziert am 30.11.2022
image

Google und Youtube investieren, um gegen Fake-News vorzugehen

Der US-Konzern schiesst knapp 13 Millionen Franken in einen Fonds ein, um Faktencheck-Organisationen weltweit zu unterstützen.

publiziert am 29.11.2022
image

Frankreich verbietet kostenlose M365- und Google-Services an Schulen

Der Bildungsminister des Landes hat den Einsatz der Tools unter­sagt, weil die Ver­wen­dung seiner Ansicht nach gegen europäische Daten­schutz­richtlinien verstösst.

publiziert am 23.11.2022
image

HP will bis zu 6000 Stellen streichen

Inflation und sinkende Nachfrage belasten das HP-Ergebnis. Der Konzern will in den nächsten Jahren die Kosten um 1,4 Milliarden Dollar senken. Dazu werden weltweit Stellen gestrichen.

publiziert am 23.11.2022