PC-Markt 2009: Gartner sieht "beispiellose Rückgänge"

2. März 2009 um 15:31
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2009 wird das schlimmste Jahr für die PC-Branche seit dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends, meint Gartner. Heftiger Einbruch bei den Desktops vorausgesagt.

2009 wird das schlimmste Jahr für die PC-Branche seit dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends, meint Gartner. Heftiger Einbruch bei den Desktops vorausgesagt.
Nicht nur der Schweizer PC-Marktforscher Robert Weiss sieht für den diesjährigen PC-Markt schwarz, auch Gartner zeichnet eine düstere Prognose. Gemäss einer Prognose des renommierten Marktforschungs- und Beratungsunternehmens erleidet die PC-Branche in diesem Jahr den schwersten Einbruch ihrer Geschichte. Einzig der Netbook-Trend könnte den Abschwung etwas dämpfen – aber nicht aufhalten.
Gartner prophezeit "beispiellose Rückgänge" in allen Märkten. Die sogenannten Schwellenländer erlebten ihre grösste Krise bislang im Jahr 2002 mit einem Wachstum von 11,1 Prozent. Die Industrieländer hatten ihr bisher schlimmstes Krisenjahr 2001 mit 7,9 Prozent Absatzrückgang. In diesem Jahr werden laut Gartner beide Märkte diese Marken unterschreiten: Der Rückgang in den Schwellenländern wird voraussichtlich 10,4 Prozent betragen, in den Industrieländern 13 Prozent.
2009 sollen laut Gartner weltweit 257 Millionen PCs verkauft werden, was einem Rückgang (in Stückzahlen) um 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Den weltweit bisher höchsten Rückgang erlebte die Branche im Jahr 2001 mit 3,2 Prozent. 2008 wuchs der PC-Markt trotz miesem Schlussquartal um über 10 Prozent.
Laut Gartner wird der Notebook-Markt dieses Jahr um 9 Prozent auf 155,6 Millionen verkaufte Einheiten wachsen. Ohne Kleinstgeräte ("Netbooks") würde der Notebook-Markt nur um 2,7 Prozent wachsen, so Gartner. Der Marktforscher geht davon aus, dass dieses Jahr 21 Millionen Mini-Notebooks verkauft werden. Damit würde sich dieses Marktsegment im Vergleich zum letzten Jahr (11,7 Mio. verkaufte Netbooks) fast verdoppeln. Einen heftigen Rückgang wird es hingegen bei den Desktops geben – Gartner prophezeit ein Minus um 31,9 Prozent auf 101,4 Millionen Stück. (mim)

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