PC-Markt: CPU-Knappheit schwächt kleinere Hersteller

11. April 2019, 13:47
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Laut Marktforscher Gartner wurden weltweit im ersten Quartal dieses Jahres 4,6 Prozent weniger PCs verkauft als im gleichen Quartal im Vorjahr.

Laut Marktforscher Gartner wurden weltweit im ersten Quartal dieses Jahres 4,6 Prozent weniger PCs verkauft als im gleichen Quartal im Vorjahr. Der Rückgang, so Gartner, sei einerseits auf eine anhaltende Nachfrageschwäche im Consumer-Segment zurückzuführen. Ein zweiter Faktor seien Lieferengpässe bei Intel-CPUs gewesen.
Diese Engpässe veranlassten laut Gartner alle Hersteller dazu, ihren Produktemix zu verändern. Die CPUs, die sie hatten, wurden eher für Modelle verwendet für die eine höhere Marge zu erwarten war. Zudem versuchten einige Hersteller, das Chromebook-Segment zu forcieren. Gartner zählt dieses Segment nicht zum allgemeinen PC-Markt.
Der Einfluss der CPU-Knappheit auf einzelne Hersteller hängt stark von deren Grösse ab, wie Gartner festhält. Die grösseren hatten deutlich weniger Probleme, an genügend CPUs heranzukommen. Dies kann man unschwer anhand der Rangliste der grössten sechs Hersteller illustrieren. Lenovo, gegenwärtig auf Platz 1 nach Stückzahlen gemessen, konnte seinen Absatz entgegen dem allgemeinen Trend um 6,9 Prozent steigern. Dies lag allerdings hauptsächlich an der Übernahme der PC-Sparte von Fujitsu, die im zweiten Quartal 2018 vollzogen wurde. Für HP auf Platz zwei errechnet Garner einen Zuwachs um 0,8 Prozent, für Dell einen Zuwachs um 1,5 Prozent.
Mit Apple auf Rang vier beginnt dann bereits die Gilde der "Verlierer". Apples Absatz schrumpfte um 2,5 Prozent. Asus auf Rang fünf verkaufte 7,3 Prozent weniger PCs, Acer auf Rang sechs 13,2 Prozent weniger. Und für alle Hersteller ausserhalb der Top sechs zusammen ging der Absatz um fast 21 Prozent herunter. (hjm)

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