PC-Markt schrumpft zum achten Mal in Folge

12. Oktober 2016, 12:38
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Der globale PC-Markt kennt nur einen Kurs – abwärts.

Der globale PC-Markt kennt nur einen Kurs – abwärts. Im dritten Quartal wurden laut Gartner lediglich 68,9 Millionen Geräte verkauft, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Es handelte sich um das achte Minus-Quartal in Folge, die längste Durststrecke in der Geschichte der Branche, so Gartner.
Gartner-Analystin Mikako Kitagawa erklärte, es gebe zwei Hauptprobleme: Zum einen sei die Nachfrage nach PCs in Schwellenländern insgesamt schwach. Die Kunden würden eher zu einem Smartphone oder Tablet greifen; Geräte, die ihre Bedürfnisse ebenso erfüllen wie ein PC. Zum anderen behalten Verbraucher ihre PCs länger als früher. Einer Umfrage zufolge besitzen in den Industrienationen der Grossteil der Konsumenten drei verschiedene Geräte. Für die meisten habe der PC keine hohe Priorität und er werde deshalb nicht mehr so häufig ersetzt.
Konsolidierung geht weiter
Wie Gartner ebenfalls bemerkt, setzt sich die Konsolidierung im PC-Markt fort. Die Top-Sechs PC-Hersteller haben zusammen einen Marktanteil von 78 Prozent - ein Rekord. Marktführer ist den Berechnungen von Gartner zufolge weiterhin der chinesische Hersteller Lenovo – allerdings nur noch knapp. Gartner schreibt Lenovo im dritten Quartal einen Marktanteil von 20,9 Prozent zu und dem US-Konkurrenten HP einen Anteil von 20,4 Prozent. HP konnte aber aufholen und steigerte den Absatz um 2,3 Prozent. Insbesondere im Business-Segment sei HP gewachsen. Bei Lenovo hingegen war der Absatz nun bereits zum sechsten Mal in Folge rückläufig. An dritter Stelle liegt Dell mit einem Marktanteil von knapp unter 15 Prozent. Der Absatz von Apple, hinter Asus auf Rang fünf, brach um 13,4 Prozent ein.
Der schrumpfende Absatz liegt vor allem an den Desktop PCs, die immer weniger gefragt sind. Mobile Geräte hingegen wie Notebooks, Two-in-Ones und Windows-Tablets verzeichnen im Jahresvergleich ein kleines einstelliges Wachstum.
Brexit ohne Auswirkungen auf PC-Markt – noch
In der EMEA-Region wurden 19,2 Millionen Geräte abgesetzt, was mit einem Rückgang von 3,3 Prozent ein weniger starker Rückgang ist, als beim weltweiten Absatz. Die schlechteste Nachfragen verzeichnen Osteuropa, der Nahe Osten und Afrika. Noch habe der Brexit-Entscheid keine Auswirkungen auf den PC-Markt gezeigt, schreibt Garnter. Aber der Marktforscher erwartet, dass das Britische Pfund gegenüber dem Dollar an Wert verliert, wodurch die Preise in Grossbritannien Ende 2016 und Anfang 2017 nach oben getrieben würden. (kjo)

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