PC-Markt Schweiz: Apple auf dem Vormarsch

21. Oktober 2009, 13:20
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HP baut den Vorsprung aus, Acer ist neu die Nummer 2 im Schweizer PC-Markt und Apple rückt auf Platz 3 vor Dell. Fujitsu stürzt ab.

HP baut den Vorsprung aus, Acer ist neu die Nummer 2 im Schweizer PC-Markt und Apple rückt auf Platz 3 vor Dell. Fujitsu stürzt ab.
Hewlett-Packard scheint trotz Krise im Schweizer PC-Markt nicht zu bremsen, wie neueste Marktforschungsdaten zeigen. So konnte HP den Marktanteil in der Schweiz über alle PC-Typen hinweg im dritten Quartal auf über 35 Prozent steigern. HP liegt mit grossem Abstand vor der Nummer 2, Acer. Die Taiwaner haben nun 20 Prozent Marktanteil.
Auf Platz 3 folgt bereits Apple. Der kalifornische PC- und Telefonhersteller und Musikhändler besitzt bereits einen Marktanteil von knapp 11 Prozent und hat im dritten Quartal 2009 Dell auf Platz 4 verdrängt. Richtig abgestürzt ist Fujitsu. Der japanisch-deutsche Hersteller, der letztes Jahr noch unter der Marke "Fujitsu Siemens" segelte, hat nur noch einen marginalen Marktanteil von 1,3 Prozent. Ebenfalls verloren, allerdings nicht ganz so arg, hat der chinesische Hersteller Lenovo (ehemals IBM), der mit einem Marktanteil von sechs Prozent auf Platz 5 sitzt.
Heimanwender kaufen, Firmen nicht
Mitentscheidend für den Aufstieg von Acer und Apple und die Marktanteilsverluste von Dell, Lenovo und Fujitsu ist die Krise, die sich ganz deutlich in den heftig gesunkenen Verkäufen im B2B-Markt spiegelt. So wurden im dritten Quartal 2009 nur noch 94'000 Business-PCs verkauft - ein volles Fünftel weniger als im gleichen Zeitraum 2008. Ebenfalls gesunken, nämlich um über 12 Prozent, ist der Absatz von Business-Notebooks, von denen zwischen Juli und September in diesem Jahr noch gut 100'000 Stück in der Schweiz verkauft wurden. Da Dell und Lenovo praktisch kein Consumer-Geschäft haben und sich Fujitsu aus diesem in der Schweiz ebenfalls mehr oder weniger zurückgezogen hat, ist ihr Absturz in der Rangliste nach Marktanteilen nachvollziehbar.
Viel besser läuft das Geschäft mit Rechnern für Heimanwender. So wurden im Q3 glatt 35 Prozent mehr Heim-Notebooks verkauft als vor einem Jahr, während dem das Geschäft mit Heim-PCs wenigstens nicht schrumpfte sondern stabil blieb. Privatanwender kaufen heute fast vier mal mehr Notebooks (178'000) als stationäre PCs (46'000 Stück).
Apple hingegen profitiert von der relativen Stärke des Consumermarkts und vom Aufschwung, den der durchschlagende Erfolg des iPhones dem Hersteller brachte. Zum ersten Mal seit den Urzeiten des PCs belegt Apple im Schweizer Markt in einer Kategorie, nämlich den stationären PCs für Heimwender, Platz 1 mit einem Marktanteil von fast 30 Prozent. (Christoph Hugenschmidt)

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