PC-Markt splittert sich weiter auf

10. März 2008, 14:31
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Anhaltender Notebook-Boom, weitere Kunden-Segmentierung sowie die Zusammenarbeit von PC-Herstellern und Telcos werden gemäss IDC den PC-Markt in Westeuropa prägen.

Anhaltender Notebook-Boom, weitere Kunden-Segmentierung sowie die Zusammenarbeit von PC-Herstellern und Telcos werden gemäss IDC den PC-Markt in Westeuropa prägen.
Gemäss einer Prognose des Marktforschungsinstituts IDC werden dieses Jahr in der Region EMEA (Westeuropa, Naher Osten und Afrika) knapp über hundert Millionen PCs, beziehungsweise 14,4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr verkauft werden. Das stückzahlmässige Wachstum des Gesamtmarktes in der Region würde sich damit verglichen mit dem Vorjahr (+15,9 %) nur leicht abschwächen.
Zum Gesamtwachstum in der Region wird gemäss IDC die weiter steigende Nachfrage nach Notebooks in Westeuropa ebensoviel beitragen, wie die generell aufstrebenden PC-Märkte in Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika. In Westeuropa sollen 2008 mehr als 20 Prozent mehr Notebooks abgesetzt werden, als im Vorjahr. (Auf der anderen Seite prognostoziert IDC ein weiteres Schrumpfen des Desktopmarkts um 2,6 Prozent.)
Während in den übrigen EMEA-Regionen immer noch viele Erstkäufe die Nachfrage prägen, hat in Westeuropa vor allem im Consumermarkt sowie bei Grossunternehmen ein Erneuerungszyklus eingesetzt, der weiter anhält. Als besonders interessanten Markt für die Anbieter betrachtet IDC allerdings den KMU-Markt. Hier stehen noch Erstanschaffungen – und damit grundsätzliche Herstellerentscheidungen – an. Um bei KMUs erfolgreich zu sein, so IDC, werden Anbieter vermehrt auch speziell konzipierte "KMU-Notebooks" auf den Markt werfen müssen.
Das Marktwachstum nach Stückzahlen wird allerdings die (Preis-)-Konkurrenz unter den Anbietern nicht lindern. Insbesondere im Retail könnte der Preiskampf zudem durch den Neueintritt von Dell und Lenovo noch weiter angeheizt werden. Auch der zunehmende Erfolg von "ultraportablen" und billigen Modellen wie dem Eee PC von Asus dürfte die durchschnittlichen Verkaufspreise zusätzlich drücken.
Als einen der Haupttrends im PC-Markt in Westeuropa für dieses Jahr sieht IDC die weiter zunehmende Usersegmentation - was manche Hersteller dazu bewegt, eine entsprechende Multibrandstrategie mit verschiedenen Marken für verschiedene Kundensegmente zu fahren. Paradebeispiel ist der taiwanische Hersteller Acer, der die Brands der übernommenen Unternehmen Gateway und Packard Bell beibehalten will. Daneben wird gemäss IDC auch die weiter verstärkte Zusammenarbeit von PC-Herstellern mit Telekommunikationsunternehmen für neue Business- und Vertriebs-Modelle und damit weitere Diversität sorgen. (hjm)

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