PC-Ware fest in österreichischer Hand

16. März 2009, 15:54
  • raiffeisen
  • übernahme
image

Raiffeisen Informatik hält bereits über 70 Prozent der Aktien. Knut Löschke bleibt Vorstandsvorsitzender. PC-Ware dürfte von der Börse genommen werden.

Raiffeisen Informatik hält bereits über 70 Prozent der Aktien. Knut Löschke bleibt Vorstandsvorsitzender. PC-Ware dürfte von der Börse genommen werden.
Die im vergangenen Oktober eingeleitete Übernahme des deutschen IT-Handelskonzerns PC-Ware Information Technologies durch den österreichischen IT-Dienstleister Raiffeisen Informatik ist schon weit fortgeschritten. Wie die deutsche Ausgabe von 'Computer Reseller News' berichtet, hat Raiffeisen IT mittlerweile 73,6 Prozent der Anteile übernommen. Das Unternehmen sei auf dem Weg, weitere zehn Prozent der PC-Ware-Aktien von Privateignern aufzukaufen.
Der deutsche PC-Ware-Konzern besitzt 70 Prozent der Anteile von PC-Ware Schweiz. Hierzulande beschäftigt das Unternehmen in Sursee, Winterthur, Bern, Basel und Dietikon über 200 Personen.
"Wirtschaftliche Stabilität verbessert"
Der Vorstandsvorsitzende von PC-Ware, Knut Löschke, bleibt laut 'CRN' im Amt und seine Familie wird die 16-Prozent-Beteiligung behalten. Zu den beiden plötzlichen sagte Löschke, dass die Gründe dafür hauptsächlich persönlicher Natur und nur zum Teil den neuen Herrschaftsverhältnissen bei PC-Ware geschuldet seien. Die beiden dürften an der Hauptversammlung im August von Raiffeisen-Vertretern ersetzt werden.
Gemäss dem Bericht wird PC-Ware unter dem Dach von Raiffeisen IT seine Kompetenzen im SaaS- und Outsourcing-Geschäft ausbauen können. Raiffeisen IT ist einer der grössten Rechenzentrumsbetreiber. "Durch die Übernahme hat sich die wirtschaftliche Stabilität und Finanzkraft von PC-Ware erheblich verbessert", sagt Löschke zu 'CRN'.
Laut 'CRN' werden die Marken PC-Ware und Comparex fortgeführt. Noch nicht entschieden ist hingegen, ob PC-Ware börsenkotiert bleiben soll. "Der derzeitige Kapitalmarkt ist für uns zur Beschaffung von Kapital nicht mehr interessant", so Löschke zu 'CRN'. Zudem sei die Kotierung mit vielen Verpflichtungen und dementsprechend mit Kosten verbunden. Ein Entscheid soll an der Hauptversammlung im August fallen. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Finnova kauft Fintech Contovista

Viseca verkauft das Vorzeige-Fintech an Finnova. Der Banken­software-Hersteller will mit Contovista sein Data-Analytics-Know-how und -Portfolio stärken.

publiziert am 16.5.2022
image

Telefónica schnappt sich Be-Terna

Der international tätige Microsoft-Dynamics-Partner Be-Terna mit Sitzen in Root LU und Zürich gehört ab sofort zum spanischen IT-Dienstleister Telefónica Tech.

publiziert am 12.5.2022
image

Spital-IT-Riese Dedalus soll vor dem Verkauf stehen

Der Mehrheitseigner von Dedalus, der Finanzinvestor Ardian, soll in den kommenden Wochen einen Auktionsprozess starten.

publiziert am 11.5.2022
image

Bechtle kauft in den Niederlanden zu

Für das Systemhaus-Geschäft verfolgt Bechtle eine Akquisitions­strategie, die auch Firmen ausserhalb der DACH-Region umfasst.

publiziert am 9.5.2022