"PC-Weltbevölkerung" erreicht Milliardengrenze

23. Juni 2008, 14:19
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Enwicklungsländer holen mächtig auf.

Entwicklungsländer holen mächtig auf.
Das renommierte Marktforschungsinstitut Gartner schätzt, dass die Zahl der PCs, die sich weltweit im tatsächlichen Gebrauch befinden, in diesen Tagen die Grenze von einer Milliarde überschritten hat. Seit der Geburt des "Persönlichen Computers" Anfang der 70er-Jahre dauerte es also rund 34 Jahre, um diese erste Milliarde zu erreichen. Bis zur zweiten Milliarde wird es gemäss Gartner sehrt viel schneller gehen: Bereits 2014, also in rund 6 Jahren, wird diese Marke erreicht sein, glaubt Gartner.
Mit der zweiten Milliarde ändert sich nach der Prognose der Marktforscher auch die Verteilung der "computerisierten Bevölkerung" auf der Erde drastisch. Obwohl schon in den letzten Jahren das Wachstum der PC-Verkäufe in Schwellen- und Entwicklungsländern sehr viel höher war, als in den klassischen industrieländern, sind diese in Bezug auf die Dichte der vorhandenen PCs pro Kopf noch weit voraus.
Rund 58 Prozent der installierten PCs befinden sich gemäss dem Gartner-Experten George Shiffler gegenwärtig in den USA, Westeuropa und Japan, obwohl in dieser Region nur etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung lebt. Dazu Shiffler: "Noch gibt es einen überraschend hohen Unterschied bei der Menge der vorhandenen PCs verglichen mit der Bevölkerung. Darin widerspiegelt sich natürlich in grossem Masse der Unterschied in den Lebenststandards zwischen reifen und aufstrebenden Märkten. Aber das schnelle Wirtschaftswachstum in diesen Ländern ... verringert auch diesen Unterschied."
Bis 2013, glaubt Gartner, wird sich die Zahl der PCs in den aufstrebenden Märkten gemessen an der Zahl der Bevölkerung verdoppeln. Und von der "zweiten Milliarde" PCs würden daher rund 70 Prozent in diesen Märkten zu stehen kommen. Zum raschen Aufholen tragen gemäss Shiffler unter anderem die explosive Verbreitung von Breitband- und Drahtlos-Zugängen ins Internet, das weitere kontinuierliche Sinken der durchschnittlichen PC-Preise sowie die generelle "Einsicht, dass PCs ein unverzichtbares Werkzeug des Fortschrits sind" bei. (Hans Jörg Maron)

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