PC-Weltmarkt erholt sich nur mässig

21. März 2012, 07:00
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Nach einem Wachstum von nur gerade mal 1,8 Prozent im Vorjahr, wird der PC-Weltmarkt 2012 um fünf Prozent zulegen, besagen die neuen Prognosen von IDC.

Nach einem Wachstum von nur gerade mal 1,8 Prozent im Vorjahr, wird der PC-Weltmarkt 2012 um fünf Prozent zulegen, besagen die neuen Prognosen von IDC. Für Intel und Microsoft bringe die anhaltende PC-Marktschwäche neue Herausforderungen mit. Windows 8 und Ultrabooks hätten zwar Potenzial, den PC-Markt neu zu beleben, doch werde das mit dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte greifen.
Auch wenn der Wachstumsmotor China etwas an Schwung verliert, führen die Analysten die Erholung auf dem Weltmarkt hauptsächlich auf die Nachfrage in Schwellen- und Entwicklungsländern zurück. Dort seien bis Ende 2013 jährliche Wachstumsraten von 7 Prozent respektive 11 Prozent zu erwarten. In den Industrieländern werde die Erholung nach einem Rückgang von 9 Prozent in den USA und Westeuropa im Vorjahr dagegen langsamer einsetzen. 2012 rechnet IDC hier immerhin wieder mit einem Plus von 2,3 Prozent, 2012 sogar mit einem Zuwachs von 7,8 Prozent.
Die IDC-Prognosen für den PC-Weltmarkt bis 2016 weisen für 2013 und 2014 auf einen neuen Peak mit jährlichen Wachstumszahlen von 9,5 und 9,6 Prozent hin, bevor die Kurve dann wieder etwas sinkt und bei 7,2 Prozent Halt macht. Deutliche Zuwachsraten sind bei portablen Systemen in Entwicklungs- und Schwellenländern vorauszusehen, wo sich deren Absatz in dem genannten Zeitraum in etwa verdoppeln soll, während er in den reifen Märkten laut IDC nur um den Faktor 1,5 steigt.
Der neue Forecast für China sieht nur noch ein Wachstum von 9 Prozent voraus und ist damit erstmals im einstelligen Bereich. Als Grund dafür nennen die Analysten die anhaltenden Festplattenengpässe in Folge der Fluten in Thailand, die vor allem die in den Schwellenländern so wichtige White-Box-Anbieter zu spüren bekämen. (kh)

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