PCP und Steg fusionieren

3. Oktober 2014, 08:46
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Karten im Schweizer Online-Handel werden neu gemischt. Mit 160 Millionen Franken Umsatz erreicht PCP.CH den Platz zwei im Schweizer Online-IT- und UE-Markt.

Karten im Schweizer Online-Handel werden neu gemischt. Mit 160 Millionen Franken Umsatz erreicht PCP.CH den Platz zwei im Schweizer Online-IT- und UE-Markt.
Ein bisschen ist es eine Fusion, ein bisschen eine Übernahme. Die PCP.ch AG übernimmt 100 Prozent der Aktien der Steg Electronics AG. Ein Teil des Kaufpreises wird in bar bezahlt, ein Teil in Aktien. Der bisherige Steg-Besitzer, Giosuè Spagnuolo, ist neu an PCP beteiligt und bleibt als Berater im Hintergrund tätig. Auch die beiden Marken sollen erhalten bleiben. PCP-Gründer und -Besitzer Lorenz Weber (Foto) betonte in einem kurzen Telefongespräch mit Inside-channels.ch, dass keinerlei Stellenabbau geplant sei. Auch die Ansprechpartner für Hersteller sollen die gleichen bleiben.
Manfred Steinhardt, der vor genau einem Jahr überraschend bei Steg eingestiegen ist, übernimmt zusammen mit dem bisherigen Management-Team die Leitung von Steg, während Weber Verwaltungsratspräsident wird.
"Man kann uns nicht mehr ignorieren"
Steg macht heute mit 170 Mitarbeitenden und 17 Standorten einen Umsatz von etwa 120 Millionen Franken. Der IT-Händler ist zudem der grösste (und fast letzte) Schweizer PC-Assemblierer. Während Steg gemäss Weber nur etwa 4000 verschiedene Produkte anbietet, ist PCP viel mehr ein Online-Spezialist. In den PCP-Shops sind total 250'000 verschiedene Produkte aufgeführt. PCP macht heute einen Umsatz von 40 Millionen Franken und beschäftigt rund 60 Mitarbeitende.
Weber betont, dass keinerlei Stellenabbau geplant ist. Auch das Produktmanagement soll an den beiden Standorten bestehen bleiben und die Ansprechpersonen für Hersteller bleiben die gleichen, so Weber.
Man habe sich bei PCP das Ziel gesetzt, spätestens 2016 einen Umsatz von 100 Millionen Franken zu erreichen, um im Markt bestehen zu können und genügend Einkaufsmacht zu erzielen. Nun sind es 160 Millionen Franken geworden. Weber: "Kein Hersteller kann uns jetzt noch ignorieren."
Zusammenlegung der ERP-Systeme auf das PCP-Eigengewächs
Die Übernahme von Steg durch PCP ist auch eine ERP-Story. Denn PCP fährt die Logistik und den Webshop mit einer eigenen Lösung. Diese wird seit 1998 kontinuierlich weiterentwickelt, so Weber. PCP beschäftigt denn auch acht Informatiker. Steg seinerseits hat bisher eine Standard-Lösung eingesetzt (Opacc), die nun früher oder später abgelöst werden soll. Auch die vier Entwickler von Steg will Weber unbedingt behalten.
Ein E-Tailer könne heute nur mit einer eigenen Lösung flexibel genug auf sich rasch verändernde Anforderungen reagieren, ist Weber überzeugt.
Jetzt sind es vier
Im Schweizer Online-IT- und UE-Handel werden die Karten mit der Zusammenlegung von Steg und PCP neu gemischt. Migros ist mit Digitec die klare Nummer eins, dahinter folgen mit Umsätzen jeweils über 100 Millionen Franken nun Steg-PCP, Brack und Coop-Microspot. (hc)

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