Pentagon schafft Berichtigung für Milliarden-Ausschreibung nicht

11. August 2020, 14:33
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Jedi, die 10-Milliarden-Cloud-Beschaffung, muss überarbeitet werden. Eine gerichtlich verfügte Deadline ist dafür zu knapp, so das Ministerium.

Der 10-Milliarden-Cloud-Auftrag des Pentagon an Microsoft zieht sich weiter dahin: Das Pentagon hat nämlich um zusätzliche 30 Tage gebeten, um die Ausschreibung des Jedi-Vertrags (Joint Enterprise Defense Infrastructure) zu korrigieren und einen Zuschlag zu erteilen.
Das Verteidigungsministerium sollte bis am 17. August eine Entscheidung über die Zurückweisung des Jedi-Vertrags treffen, hat aber darum gebeten, diese bis zum 16. September zu verlängern, schreibt das US-Beschaffungsmedium 'Fedscoop'.
Amazon galt lange als Spitzenreiter für den prestigeträchtigen Grossauftrag, bevor dieser im Oktober 2019 an Microsoft vergeben wurde. Amazon beklagt sich, der Zuschlagsentscheid sei von US-Präsident Donald Trump beeinflusst worden und hat eine Überprüfung der Vergabe gefordert. Ein Gericht hatte im Februar 2020 schliesslich angeordnet, die Arbeiten zu unterbrechen.
Im April dann hatte ein Bundesgericht entschieden, dass das Verteidigungsministerium 120 Tage Zeit habe, "die Aspekte der Beschaffung, die unter [Amazons] Protest angefochten wurden, zu überarbeiten".

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