Per Schneckenpost in die "Cloud"

26. Mai 2009, 13:18
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Wie bringt man grosse Datenmengen in die "Cloud"? Am besten per Post, findet Amazon.

Wie bringt man grosse Datenmengen in die "Cloud"? Am besten per Post, findet Amazon.
Amazon hat einen neuen, "AWS Import/Export" Service angekündigt, der das Speichern von grossen Mengen von Daten in Amazons Internet-basierter Speicherplattform "S3" stark beschleunigen soll.
Daten für Cloud-Computing schneller übertragen? Da denkt man unwillkürlich an High-Tech, zum Beispiel eine revolutionäre Datenkomprimierungsmethode. Weit gefehlt, "AWS Import/Export" bedeutet schlicht, dass Amazon-Kunden aus den USA ihre Daten für S3 nun nicht mehr nur übers Internet, sondern auch auf Harddisks per Post an Amazon schicken können. Für Kunden in Europa soll der Service in den kommenden Monaten ebenfalls eingerichtet werden.
Daten per "Schneckenpost"?
Die Geschwindigkeit von Internetzugängen ist in den letzten Jahren zwar dramatisch gestiegen, aber die Datenmengen eben noch dramatischer, wie Amazons Cheftechnologe Werner Vogels in seinem Blog erklärt. "So schnell wir die Netzwerkgeschwindigkeiten in den letzten zehn Jahren auch gesteigert haben, die Datensätze sind noch schneller gewachsen. Dieser Trend dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen." Gleichzeitig, so Vogels, wird es für immer mehr Anwendungen gang und gäbe, sehr grosse Datenmengen zu verarbeiten: "Was früher vor allem in der Physik und in der Biotechnologie gemacht wurde, breitet sich nun auch auf andere Bereiche aus."
Amazon hat – siehe Grafik - eine Tabelle vorbereitet, die anschaulich zeigt, dass man schon sehr fette Upload-Schläuche braucht, um mehrere Terabyte Daten übers Internet schneller als über das vielgeschmähte "Snailmail" befördern zu können. (Hans Jörg Maron)

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