Phishen per Telefon

18. Oktober 2012 um 11:48
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Laut der Melde- und Analysestelle Informationssicherung nehmen in der Schweiz Phishing-Angriffe weiter zu - vor allem per Telefon. Europäisches Cybercrime-Zentrum ist in Planung.

Laut der Melde- und Analysestelle Informationssicherung nehmen in der Schweiz Phishing-Angriffe weiter zu - vor allem per Telefon. Europäisches Cybercrime-Zentrum ist in Planung.
Im ersten Halbjahr 2012 waren weltweit zahlreiche Grossunternehmen Ziel von Cyberangriffen, bei denen Kundendaten - meist Login und Passwort aber auch Kreditkartendaten - gestohlen wurden. Betroffen waren unter anderem LinkedIn, Global Payments, Yahoo oder Twitter. Auch die Schweiz blieb davon nicht verschont.
Eine neue Variante sei das Versenden von angeblichen Steuerrückerstattungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung. An der E-Mail angehängt sei ein HTML-Formular, das nach Personalien und Kreditkartendaten verlangt. Wenn man das Formular ausfüllt, und auf "weiter" drückt, werden die Daten an den Angreifer versendet.
Europäisches Cybercrime-Zentrum
Wie dem Berich unter anderem zu entnehmen ist, hat die europäische Kommission am 28. März 2012 vorgeschlagen, ein neues Europäisches Cybercrime-Zentrum bei Europol, der europäischen Polizeibehörde mit Sitz in Den Haag, zu errichten. Europol koordiniert bereits heute die Arbeit der nationalen Polizeibehörden Europas im Bereich der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und fördert den Informa-tionsaustausch zwischen den nationalen Polizeibehörden.
Das Zentrum soll den Fokus auf den Kampf in Europa gegen Cybercrime legen und am 1. Januar 2013 seinen Betrieb aufnehmen, so der Bericht von Melani. Dabei sollen Informationen und Erfahrungen zu-sammengetragen werden, Kriminaluntersuchungen unterstützt, sowie EU-weite Lösungen und Cybercrime-Awareness gefördert werden. Zusätzlich wird das Zentrum eine Experten-Community aus allen Gesellschaftszweigen aufbauen, um Cybercrime und Kinderpornographie effizienter zu bekämpfen. (lvb)

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