"Physical Web": Eine Adresse für jedes Ding

3. Oktober 2014, 10:43
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Google lanciert das Open-Source-Projekt "Physical Web". Alle möglichen Dinge sollen mit einer Adresse und kleinen Sendern ausgerüstet werden, um kommunizieren zu können.

Google lanciert das Open-Source-Projekt "Physical Web". Alle möglichen Dinge sollen mit einer Adresse und kleinen Sendern ausgerüstet werden, um kommunizieren zu können.
Der Internet-Riese Google hat gestern das Projekt "Physical Web"vorgestellt. Geht es nach Google, so sollen alle möglichen Dinge - zum Beispiel ein Billetautomat - mit einem kleinen Bluetooth-Sender (ein so genannter beacon) sowie einer URL versehen werden. Wer mit einem Ding kommunizieren möchte - zum Beispiel einen Fahrplan konsultieren - könnte dann auf seinem Smartphone schauen, welche Dinge verfügbar sind. Er oder sie würde dann eben unseren Billetautomaten sehen und diesen "kontaktieren". Der Billetautomat würde dann unserem Handy seinen Fahrplan (und danach natürlich die Tickets) anbieten.
Google hat den Code für die Beacons für "Physical Web" auf der Open-Source-Entwicklerplattorm Github veröffentlicht und stellt dort auch erste Informationen zur Verfügung.
Einweg-Kommunikation für mehr Sicherheit
Der Clou an Googles Konzept des Physical Web ist die Einweg-Kommunikation. Die Bluetooth-Sender der mit einer URL versehenen Dinge senden zwar laufend, man nimmt mit dem Gerät aber nur Kontakt auf, wenn man das will. Die Beacons erfassen also nicht von selbst Daten darüber, was in ihrer Umgebung passiert. Erst wenn man (oder ein Gerät...) entschieden hat, mit dem Ding Kontakt aufzunehmen, beginnt die Interaktion. Danach sind weitere Einschränkungen (Login, verschlüsselte Kommunikation, ...) möglich.
Auf der US-Techseite Gigaom werden die Vor- und Nachteile von Googles neuem Konzept "Physical Web" zum ersten Mal diskutiert. (hc)

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