Polaroid (wieder mal) gerettet

6. April 2009, 12:36
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Der traditionsreiche Name Polaroid kann weiterleben: Die Beteiligungsgesellschaft Patriarch Partners hat die Vermögenswerte und die Patente des einstigen Instant-Kamera-Riesen für rund 53 Millionen Dollar aus der Konkursmasse aufgekauft.

Der traditionsreiche Name Polaroid kann weiterleben: Die Beteiligungsgesellschaft Patriarch Partners hat die Vermögenswerte und die Patente des einstigen Instant-Kamera-Riesen für rund 53 Millionen Dollar aus der Konkursmasse aufgekauft. Patriarch will versuchen, so ein Statement seines CEOs Lynn Tilton, Polaroid zum führenden Unternehmen für digitale Instant-Fotografie zu machen.
Das Hauptprodukt von Polaroid in diesem Bereich sind mobile Minidrucker, nicht viel grösser als Handys, die es Anwendern erlauben, mit dem Handy oder Digitalkameras geschossene Fotos sofort auszudrucken.
Polaroid verkauft aber auch digitale Bilderrahmen, DVD-Player, LCD-Ferseher und anderes unter seiner Marke und machte damit gemäss 'Bloomberg.com' zuletzt immer noch einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Dollar.
Auch die analogen Instant-Kameras und die dazugehörigen Filme sind immer noch zu haben. Polaroid stellte die Produktion der Kameras allerdings letztes Jahr ein und kündigte an, die Produktion der Filme in diesem Jahr aufzugeben. Nun gibt es Hoffnungen – vor allem unter den immer noch zahlreichen Polaroid-Fans – dass der neue Besitzer sich die Sache noch einmal überlegen könnte.
Seit 2001, als das Unternehmen zum ersten Mal Pleite ging, hat Polaroid eine wechselvolle Geschichte mit mehreren Besitzwechseln hinter sich. Polaroid meldete Mitte Dezember des letzten Jahres Konkurs an und begab sich unter Gläubigerschutz gemäss Chapter 11. Kurz zuvor war eine riesige Finanzaffäre beim letzten Besitzer, der Petters Group, aufgeflogen, die deswegen im Oktober Konkurs anmelden musste. (hjm)

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