Politiker wollen anonyme Kryptowährungen verbieten

4. Oktober 2021, 14:08
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Was China schon umgesetzt hat, soll auch in der Schweiz Realität werden: ein Verbot von anonymem Cybergeld. Auch die Amerikaner wollen stärker regulieren.

Die Zunahme von Ransomware-Angriffen mit Lösegeldforderungen hat die Politik auf den Plan gerufen. Durch ein Verbot von anonymen Kryptowährungen will Roger Nordmann (SP) den Erpressern das Handwerk legen. Kein anonymer Handel mit virtuellem Geld, keine Lösegeldforderung, so die Logik dahinter.
"Die Verwendung von Kryptowährungen, bei welchen die Identifizierung des Besitzers nicht gewährleistet ist, muss verboten werden", sagte Roger Nordmann zum 'Tages-Anzeiger'. Unterstützung erhält Nordmann von Franz Grüter (SVP). Wolle die Schweiz ihren guten Ruf und die Glaubwürdigkeit in Sachen Kryptowährungen nicht verlieren, brauche es eine strenge Regulierung, so Grüter zum 'Tagi'.

Vergleichbare Debatten in anderen Ländern

Ob durch ein entsprechendes Krypto-Verbot in der Schweiz Ransomware-Angriffe tatsächlich abnehmen würden, darf bezweifelt werden. EFD-Sprecher Peter Minder sagt laut 'Tages-Anzeiger', dass Cyberkriminelle andere Möglichkeiten finden würden, Lösegelder einzutreiben. Um wirksam gegen Cyberkriminelle vorzugehen, sei ein internationaler Ansatz erforderlich.
Einen Schritt in diese Richtung gemacht hat China, wie die Zentralbank des Landes am Freitag mitteilte. Die Regierung stört sich laut Berichten nicht nur an den illegalen Aktivitäten, die mit Krypto-Währungen in Zusammenhang stehen, sondern auch am hohen Stromverbrauch sowie der fehlenden Finanzkontrolle im Land. 
Auch die amerikanische Börsen- und Wertpapierhandelsaufsichtsbehörde SEC will die virtuellen Währungen stärker regulieren. Deren Vorsitzender, Gary Gensler, sagte im August vor dem amerikanischen Kongress, an den Kryptowährungsmärkten gehe es zu wie im Wilden Westen. Es sei Aufgabe seiner Behörde, Anlegerinnen und Anleger vor Betrug zu schützen, wofür sie mehr Befugnisse brauche.

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