Politischer Widerstand gegen IBM-Lenovo-Deal wächst

27. Januar 2005, 11:54
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Drei republikanische Kongressabgeordnete verlangen vertiefte Untersuchung des IBM-Lenovo-Deals.

Drei republikanische Kongressabgeordnete verlangen vertiefte Untersuchung des IBM-Lenovo-Deals.
In unseren ersten Artikeln über den geplanten Verkauf des IBM PC-Geschäfts an den chinesischen Hersteller Lenovo wunderten wir uns, wie wenig Beachtung die internationale Presse der Tatsache schenkt, dass Lenovo als chinesischen Unternehmen eng mit dem Staat und der kommunistischen Partei verknüpft ist. Wir haben uns zu früh gewundert.
Unterdessen ist das Thema aber in die Schlagzeilen der Presse gerutscht, denn in den USA haben sich unterdessen die Bedenken über den Milliarden-Deal verstärkt. So untersucht eine hochkarätige Kommission unter der Federführung von Finanzminister John Snow den Verkauf. Sie kann dann eine Empfehlung an Präsident Bush abgeben, den Verkauf aus "Sicherheitsgründen" zu verhindern.
Drei republikanische Kongressabgeordnete haken nun nach und verlangen in einem Schreiben an Snow, dass die Frist für die Untersuchung des Deals verlängert werde. In den Schreiben weisen sie ausdrücklich auf die enge Verflechtung von Firmen und Regierung in "kommunistischen Staaten" hin.
Lenovo-Aktionäre genehmigen Deal
Während in den USA die politische Oposition gegen den Verkauf von IBMs PC-Sparte wächst, haben die Lenovo-Aktionäre den geplanten Deal an einer ausserordentlichen GV in Hongkong genehmigt. Eine knappe Mehrheit von 57% der Aktien gehören dem chinesischen Staat. VR-Präsident Yang Yuanqing betonte einmal mehr, Lenovo werde mit den US-Behörden kooperieren. (Christoph Hugenschmidt)

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