Portable Navis: Der Boom ist (fast) vorbei

10. November 2010, 06:05
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Personal Navigation Devices, kurz PNDs, werden 2011 mit voraussichtlich 42 Millionen verkauften Geräten, den Zenit erreichen, bevor die Absatzzahlen langsam wieder sinken, meinen die Marktforscher von Berg Insight.

Personal Navigation Devices, kurz PNDs, werden 2011 mit voraussichtlich 42 Millionen verkauften Geräten, den Zenit erreichen, bevor die Absatzzahlen langsam wieder sinken, meinen die Marktforscher von Berg Insight. Das für die BRIC-Staaten Brasilien, China, Indien und Russland erwartete Wachstum werde die Einbrüche in Europa und Nordamerika nicht auffangen können. In den reifen Märkten mit hoher PND-Verbreitung sehen sich die Geräte einer wachsenden Konkurrenz durch Smartphones und günstige Konsolen-Navis ausgesetzt. Daher wird die Zweit- oder Drittbeschaffung, neudeutsch der Aftermarket, in den kommenden Jahren zum grössten Segment, zumal viele Verbraucher, insbesondere in Europa und Nordamerika, sich mehr als ein navigationsfähiges Gerät zulegen werden.
PND-Anbieter versuchen, dem kommenden Abwärtstrend und dem wachsenden Konkurrenzdruck mit immer mehr neuen Features und Mehrwertdiensten zu begegnen, so Berg Insight. Zum Beispiel erhalten die Geräte teils grössere Displays oder Mobilfunkfunktion, um die Verbraucher zur Ersatzbeschaffung zu bewegen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass 2015 mehr als 80 Prozent aller verkauften PNDs auch als Handys benutzt werden können. Beispiel für solche Zwitter ist das nüvifon. Das Joint-Venture zwischen Garmin und Asus wird zwar 2011 auslaufen und nicht erneuert, die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Geräten soll aber fortgesetzt werden. (Klaus Hauptfleisch)

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