Post setzt bei Startup-Suche auf investiere.ch

9. Mai 2017, 13:38
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Um gezielt in Jungunternehmen zu investieren, die zu den eigenen strategischen Entwicklungsschwerpunkten passen, arbeitet auch die Schweizerische Post seit kurzem mit der Online-Startup-Investitionsplattform investiere.

Um gezielt in Jungunternehmen zu investieren, die zu den eigenen strategischen Entwicklungsschwerpunkten passen, arbeitet auch die Schweizerische Post seit kurzem mit der Online-Startup-Investitionsplattform investiere.ch zusammen. Der Startup-Förderer war erst kürzlich eine ähnliche Kooperation mit der Pensionskasse Nest eingegangen, die im laufenden Jahr voraussichtlich einen einstelligen Millionenbetrag investieren will.
Bei der Post will man sich auf Anfrage nicht zur Höhe des Investitionsvolumens äussern, hält aber fest, dass sich die Engagements der Post "auf Minderheitsbeteiligungen bei vornehmlich Schweizer Startups in einer frühen Phase (in Seed- und Serie A-Finanzierungsrunde)" beschränken und "entsprechend auch die finanziellen Beträge überschaubar sind".
Laut Mitteilung der Post geht es besonders um Investitionen in Startups, die "in den Bereichen E-Commerce, Mobilität, digitale Finanzdienstleistungen, Digital Trust (E-Post), Cross-Channel-Communication, Business Process Outsourcing und Vertrieb sowie Lösungen für grösste Geschäftskunden" arbeiten. Der Fokus auf Minderheitsbeteiligungen sorgt laut der Post dafür, dass "sich die Startups weiterhin agil am Markt entwickeln" können.
Die Corporate-Venture-Capital-Initiative sei langfristig angelegt und geniesse die volle Unterstützung der Konzernleitung, heisst es weiter. Man wolle neue Technologien oder Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung entstehen, aktiv nutzen und dazu unter anderem früh in Startups investieren, lässt sich Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post, zitieren.
Die Community investiere.ch umfasst nach eigenen Angaben derzeit rund 10'000 Mitglieder, vor zwei Jahren waren es erst 6'000 Investoren und Branchenexperten. Man identifiziere selbst vielversprechende Startups und habe inzwischen mehr als 50 Finanzierungsrunden abgeschlossen, die rund 20 Millionen Franken eingebracht haben. Man unterstütze zwar auch Hightech- und ICT-Startups, bilde branchenmässig aber die Schweizer Innovationslandschaft repräsentativ ab, sagte das Unternehmen kürzlich zu inside-it.ch. (vri)

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