Post testet die Starmind-Plattform

31. Mai 2018, 11:03
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Starmind kann bei der Post das Können der eigenen Lösung in einem Pilotbetrieb unter Beweis stellen.

Starmind kann bei der Post das Können der eigenen Lösung in einem Pilotbetrieb unter Beweis stellen.
Der Hintergrund: Die Post will ihr internes Know-How-Management verbessern und Experten für alles Mögliche in der eigenen Belegschaft vernetzen, damit so viel nicht dokumentiertes oder fragmentiertes aktuelles Wissen wie möglich vollautomatisiert abrufbar wird. Und genau dies verspricht das Zürcher Software-Startup.
"Die Einzigartigkeit von Starmind liegt insbesondere im verwendeten Algorithmus, der selbstlernend ist und eine automatische Expertensuche ohne manuelle Eingriffe ermöglicht", schreibt die Post auf simap als Begründung für den Zuschlag via Freihänder.
435'000 Franken investiert die Post in den Pilotversuch inklusive Optionen für 48 Monate.
Ein Pilotbetrieb sei bei Firmen dieser Grösse üblich, erklärt Starmind-Gründer Pascal Kaufmann auf Anfrage. Selbstsicher sagt er auch, man habe noch nie einen Pilot verloren.
Pilotbetrieb heisst laut Kaufmann, dass eine genügend grosse, aber begrenzte Anzahl von Mitarbeitern Zugriff auf die Starmind-Lösung erhält. 5000 Mitarbeiter seien dafür eine gute Grösse. Entschieden wird nach Abschluss einer Pilotphase basierend auf vordefinierten Kennzahlen. Das sind der Prozentsatz von beantworteten Mitarbeiter-Fragen, wieviel Zeit bis zum Eintreffen einer Antwort verging und wie der Business Case für den Starmind-Kunden aussieht. Wieviel Geld oder Zeit man spart oder ob man das Wissen anderswie wertschöpfend nutzen kann, sind normalerweise weitere Kriterien.
40 Mitarbeiter habe man aktuell in Küsnacht, sagt Kaufmann, aber suche noch 2018 30 weitere. Die Zielgruppe der Lösung sind Firmen ab etwa 1000 Mitarbeitern und in dem Segment will in Europa und USA das Wachstum vorantreiben und kann dies auch, hat Starmind doch kürzlich Munich Re von sich überzeugt und zudem 15 Millionen Franken frisches Kapital erhalten. "Das ist einer der grössten Beträge für eine KI-Firma in Europa", sagt Kaufmann.
Stellt sich angesichts der Entwicklung des Startups die Frage nach den Steuern und einer allfälligen Abwanderung. Man sei im Gespräch mit den Behörden und sei zuversichtlich für den Standort Schweiz, sagt Kaufmann. (Marcel Gamma)

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