Post verkauft jetzt auch iPhones

28. Juni 2012, 10:36
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Gelbe Konkurrenz für Apple-Partner: Die Post setzt verstärkt auf Telekommunikationsartikel und baut das Apple-Sortiment aus.

Gelbe Konkurrenz für Apple-Partner: Die Post setzt verstärkt auf Telekommunikationsartikel und baut das Apple-Sortiment aus.
Die Schweizerische Post will ihre Strategie, in Poststellen allerlei Post-fremde Produkte zu vertreiben, fortsetzen. Das erstaunt nicht angesichts der Tatsache, dass die Drittprodukte für einen jährlichen Umsatz von rund 500 Millionen Franken sorgen. Geld, das die Post zur Minderung des Defizits im Poststellennetz braucht.
Wie die Post nun mitteilt, soll das Angebot in den kommenden Monaten erweitert werden. Dabei setzt die Post vermehrt auf Telekommunikationsartikel, während Kioskartikel wie etwa Süsswaren aus dem Sortiment genommen werden.
Handys werden künftig auf interaktiven Warenträgern (siehe Foto) präsentiert. Zum jeweils gewählten Gerät erscheint auf einem Bildschirm die entsprechende Geräteinformation. Das System ermögliche einen direkten Quervergleich zwischen verschiedenen ausgewählten Mobiltelefonen, so die Post. Die Umsetzung geschieht etappiert, eine erste Tranche erfolgt in rund 170 Poststellen bis Ende November.
Abgesehen davon baut die Post ihr bestehendes Apple-Sortiment aus. Die Post verkauft bereits heute einige Apple-Produkte, wie etwa das iPad. "Neu werden wir auch iPhones im Sortiment haben", sagt Post-Sprecher Oliver Flüeler gegenüber inside-channels.ch. Insgesamt werde die Post "deutlich mehr Apple-Produkte" verkaufen. Man werde zum "Apple-Vermarkter mit dem grössten Verkaufsnetz in der Schweiz", heisst es in einer Mitteilung. iPads und iPhones soll es nun in den grössten 80 Poststellen geben. In "mittleren" Poststellen können die Apple-Produkte bestellt werden und sie werden den Kunden danach nach Hause geschickt. In Verbindung mit dem Kauf eines Mobiltelefons rechne die Post den Kunden für ihr altes Mobiltelefon bis zu 350 Franken an.
Die Post bezieht die IT- und Telekomgeräte nach Angaben von Flüeler direkt von den Herstellern. (Maurizio Minetti)

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