Post wird Generalunternehmer für Genfer E-Health-Modellversuch

15. September 2009, 14:26
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Im Kanton Genf soll im nächsten Frühling ein Modellversuch mit elektronischen Patientendossiers gestartet werden, wie die Schweizerische Post heute mitteilt.

Im Kanton Genf soll im nächsten Frühling ein Modellversuch mit elektronischen Patientendossiers gestartet werden, wie die Schweizerische Post heute mitteilt. Die Post hat mit dem Kanton Genf eine entsprechende Zusammarbeitsvereinbarung unterzeichnet, und nun kann das Projekt in die Umsetzungsphase gehen. Die Post tritt dabei als Generalunternehmen auf und will vor allem ihre "Kompetenzen in der Sicherheitstechnologie und Teile ihrer Infrastruktur" einbringen. Damit dürfte vor allem das Know-how und die Infastruktur zur Ausstellung digitaler Zertifikate gemeint sein. Welche weiteren Lieferanten zusammen mit der Post an Bord sind, geht aus den uns zugänglichen Informationen nicht hervor.
Die Post hatte vor einem Jahr schon den Vorauftrag zur Bedürfnisabklärung bei Ärzten, Spitälern, Apotheken und der spitalexternen Pflege erhalten. Damals dachte die Post noch, Pilotversuche könnten nach diesen Abklärungen bereits im Frühhling 2009 beginnen, was offensichtlich etwas zu optimistisch war.
Im Rahmen der Modellversuche, die nun in einigen Monaten starten sollen, werden die rund 30'000 Bewohner der Gebiete Onex, Bernex, Confignon und Petit-Lancy die Möglichkeit erhalten, auf freiwilliger Basis elektronische Patientendossiers anlegen zu lassen. Die Post und der Kanton glauben, dass mehrere Tausend der rund 30'000 Bewohner dies auch tun werden. In den virtuellen Dossiers sollen für Behandlungen wichtige Dokumente und Daten in einer für die Zugriffsberechtigten einfach zugänglichen Form verknüpft werden. In den Versuch miteinbezogen ist das Unispital Genf. Weitere Kliniken, sowie die Ärzte und Apotheken der Region können ebenfalls auf freiwilliger Basis mitmachen. (hjm)

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