Postfinance bildet Profi-Gamer aus

18. Juli 2018, 11:27
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Was etwa in einigen asiatischen Ländern weit verbreitet ist, fristet hier in der Schweiz noch ein Nischendasein: E-Sports, also Gaming als sportliche Disziplin.

Was etwa in einigen asiatischen Ländern weit verbreitet ist, fristet hier in der Schweiz noch ein Nischendasein: E-Sports, also Gaming als sportliche Disziplin. Postfinance will nun fünf junge Erwachsene zu Profi-Gamern ausbilden. Unter professioneller Leitung sollen sie ab dem 1. Januar 2019 im Strategiespiel "League of Legends" an die europäische Spitze geführt werden, schreibt das Finanzinstitut in einer Mitteilung.
Postfinance finanziert den fünf Schweizer Kandidaten ein Jahr lang das Leben inklusive einem monatlichen Gehalt von je 2500 Franken. Die Spieler wohnen in einem sogenannten "Gaming-Haus" und werden von einem Coach, Therapeuten sowie verschiedenen Beratern betreut, während sie vollzeit "League of Legends" spielen.
In der schnell wachsenden Sportart winken an internationalen Turnieren Preisgelder in Millionenhöhe. Laut Wikipedia führt Kuro "Kuroky" Takhasomi die Rangliste der E-Sport-Profis an. Er hat in seiner Karriere rund 3,4 Millionen Dollar Preisgeld gewinnen können – allerdings im Spiel Dota 2. Der Führende in der Disziplin "League of Legends", der Südkoreaner Lee "Fake" Sang-hyeok, konnte bislang rund 1,2 Millionen Dollar Gewinnprämie einstreichen.
Gamen und Geld mit Postfinance verwalten
Die Athleten solle nicht nur Profizocker werden, sondern auch finanzielle Herausforderungen meistern und gemeinsam ein Budget erstellen. So soll gezeigt werden, wie sich Finanzen in der digitalen Welt verwalten lassen und wie die digitalen Produkte und Dienstleistungen von Postfinance den Umgang mit Geld erleichtern, schreibt das Finanzinstitut.
Das muss auch irgendwie unter die Leute: Das E-Sports-Experiment soll dokumentiert werden und der Weg vom Amateur zum Profi aufgezeigt werden. Was kostet ein Team? Wieviel trainieren die Athleten? Was tun sie neben dem Gamen? Wie wird das Team vom Staff unterstützt, um erfolgreich zu sein? Antworten auf diese und weiter Fragen sollen aufgezeigt und das Gamen der Bevölkerung nähergebracht werden.
Schliesslich soll das experimentelle Format die Transformation zum Digital Powerhouse und zur führenden digitalen Bank befördern, so Postfinance. Unterstützt wird die Tochter der Schweizerischen Post dabei von der E-Sports- und Gaming-Agentur MYI Entertainment sowie vom Medienpartner '20 Minuten'. (ts)

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