Postfinance sei zu analog aufgestellt

7. Juni 2018, 15:13
image

Niedrigzinsen und gesetzliche Regulierung haben das traditionelle Geschäftsmodell der Postfinance laut Unternehmenschef Hansruedi Köng in die Krise gestürzt.

Niedrigzinsen und gesetzliche Regulierung haben das traditionelle Geschäftsmodell der Postfinance laut Unternehmenschef Hansruedi Köng in die Krise gestürzt. Damit begründet er den Abbau von 500 Stellen.
Noch ist unklar, welche Stellen genau betroffen sein werden. Dies gilt auch für die Informatik-Jobs.
Köng will automatisieren und digitalisieren
Weg vom alten Geschäftsmodell, hin zu einem digitalisierten neuen Weg, lautet das Credo. "Postfinance ist noch viel zu analog aufgestellt", gibt Köng zu. Das definierte Ziel des Finanzinstituts ist nichts weniger als "die führende digitale Bank in der Schweiz und unter den Top 10 der digitalen Banken in Europa" zu sein. Das sei ambitiös, sagt Köng. Doch dass Unternehmen müsse sich nun transformieren, um überlebensfähig zu sein. Es müsse ein "Digital Powerhouse" werden.
Die Bank werde umstrukturiert, Prozesse sollen automatisiert werden – man wolle sich digital transformieren. Nicht näher genannte Prozesse sollen ausgelagert und repetitive Aufgaben automatisiert werden. Konten beispielsweise sollen künftig digital eröffnet werden können. Für diese Aufgabe hat Postfinance bereits im Jahr 2016 mit Axon Ivy das Joint-Venture Finform gegründet.
Vom Stellenabbau betroffen sind unter anderem Berater, denn diese werden künftig keine eigenen Kunden mehr haben. Postfinance sieht eine "Kampagnensicht" vor, bei der die Kunden bei Fragen nicht ihren persönlichen Berater, sondern ein Call-Center anrufen. Ein Berater wiederum nimmt Kontakt mit unterschiedlichen Kunden für spezielle Angelegenheiten auf. (kjo/sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

Glarus hoch3 ist bald Geschichte – die Migration läuft schon

Die Tage der IT-Firma der Glarner Gemeinden sind gezählt, sie wird auf Anfang 2023 in der kantonalen Informatik aufgehen. Entlassungen gibt es nicht.

publiziert am 12.8.2022
image

BIT bricht Ausschreibung für schweizweite IKT-Stores ab

Kein externer Dienstleister hat eine Offerte eingereicht. Auf die heutigen Supportleistungen habe der Abbruch aber keine Auswirkung, erklärt uns das Bundesamt.

publiziert am 12.8.2022
image

Bündner Regierung schickt E-Gov-Gesetz in die Vernehmlassung

Der Kanton will im Rahmen seiner E‑Government‑Strategie die rechtlichen Grundlagen für die Digitalisierung der Verwaltung und den elektronischen Rechtsverkehr schaffen.

publiziert am 11.8.2022
image

Bundesrecht nun auch im XML-Format

Die Bundeskanzlei veröffentlicht das Bundesrecht ab sofort auch als maschinenlesbare XML-Daten. Damit können Inhalte in eigene Anwendungen übernommen werden.

publiziert am 11.8.2022