Preisüberwacher fordert billigeres Online-Shopping (im Ausland)

18. Dezember 2008, 11:35
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    Stefan Meierhans, erst im Oktober zum neuen Preisüberwacher gekürt, wirft sich für Schweizer Internet-Shopper in die Bresche.

    Stefan Meierhans, erst im Oktober zum neuen Preisüberwacher gekürt, wirft sich für Schweizer Internet-Shopper in die Bresche. Er fordert tiefere Gebühren für Zoll und Mehrwertsteuer bei der Einfuhr von Paketen und will damit den Kauf von Waren via Internet attraktiver machen.
    Der Preisüberwacher erhalte seit geraumer Zeit viele Meldungen betreffend der Gebühren, die bei der Einfuhr von Gütern via Post oder privaten Spediteuren anfallen würden, heisst es im aktuellen Newsletter des Preisüberwachers. Bei der Überprüfung der Zollabfertigung sei festgestellt worden, dass zu hohe Transport- wie auch Zollvorlagegebühren verrechnet würden. Gerade der politische Entscheid, die sogenannte "d'Office-Verzollung" abzuschaffen, habe zu einer Kostenumlagerung und einer wettbewerbshemmenden Wirkung geführt, da die Zollvorlagekosten nun dem Endkonsumenten verrechnet würden.
    Im Visier hat Meierhans vor allem die privaten Spediteure, da einzig die Post bisher das vereinfachte Verfahren zur Verzollung nutze, womit für Güter bis maximal 500 Franken bei der normalen Paketpost lediglich 18 Franken Zollvorlagegebühren zu bezahlen sind. Die Privaten hingegen würden, trotz Gesprächen mit dem Preisüberwacher, keine Priorität sehen, das vereinfachte Verfahren einzuführen. Der Preisüberwacher fordert diese deshalb auf, das vereinfachte Verfahren "rasch" einzuführen. Dies ist insofern wichtig, weil die Endverbraucher in der Regel keine Wahlmöglichkeit haben, welcher Spediteur die bestellten Waren in die Schweiz einführt. In der Regel bestimmt nämlich der Lieferant, mit welchem Spediteur er zusammenarbeitet.
    Das nimmt der Preisüberwacher nun zum Anlass, die Angelegenheit vertiefter zu untersuchen und fordert vom Zoll eine weitere Vereinfachung des Verfahrens sowie die Erhöhung des Grenzwerts für das vereinfachte Verfahren von Fr. 500.- auf Fr. 1000.-. Ebenfalls fordert er vom Eidgenössischen Finanzdepartement eine Erhöhung der Mehrwertsteueruntergrenze von Fr. 5.- auf Fr. 10.-. (bt)

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