"Preiszerfall war die Achillesferse"

1. Februar 2012, 11:02
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Speicherhersteller-Kingston konzentriert sich auf SSD und Hauptspeicher für Server.

Speicherhersteller-Kingston konzentriert sich auf SSD und Hauptspeicher für Server.
"2011 war das schlimmste Jahr, seitdem ich bei Kingston bin", seufzte gestern Kingston DACH-Chef Christian Marhöfer an einem Medienanlass in Zürich. In der Tat: Schaut man die Preisentwicklung für USB-Memory-Sticks oder Speicherkarten für Smartphones und Fotoapparate bei Händlern wie digitec an, so kann man Marhöfer nachfühlen.
In der Schweiz ist der Umsatz von Kingston letztes Jahr "leicht", also um weniger als 10 Prozent (Marhöfer nannte keine genauen Zahlen) zurückgegangen. Gelitten hat Kingston nicht an sinkendem Absatz in Stückzahlen sondern am massiven Preiszerfall. "Mainstream-Produkte" wie eben USB-Sticks, Speichermodule für PCs und Memory-Karten wurden letztes Jahr um 50 bis 60 Prozent billiger, so Marhöfer. "Der Preiszerfall war unsere Archillesferse", beschrieb der Manager die Situation sprachlich etwas gewagt.
Wann erholen sich die Preise?
Wenn auch Kingston Schweiz massiv unter dem rasch sinkenden Preisen gelitten hat, so gab es gestern auch gute Nachrichten zu hören. So lief das Geschäft mit Speichermodulen für Server sehr gut und der Absatz von Solid State Disks (SSDs) stieg rasant an. Die kleine, aber reiche Schweiz gehört gemäss Marhöfer zu den drei grössten Märkten in Europa für SSDs von Kingston. Überhaupt erging es dem Speicherhersteller in der Schweiz noch relativ gut, sackte der Umsatz von Kingston in ganz Europa doch um 26 Prozent ab.
Nun hofft die kleine Kingston-Crew auf bessere Zeiten und konzentriert sich auf das Highend-Geschäft mit SSDs und Speichermodulen für Server. Ebenfalls Aufwind erwartet man vom Geschäft mit sicheren USB-Sticks und mit sehr schnellen Speichermodulen für Gaming-PCs.
Ausserdem, so Marhöfer, hofft man (nicht nur) bei Kingston darauf, dass sich die Preise 2012 - vielleicht aber erst im zweiten Halbjahr - erholen werden. Wie sagt man doch: "Die Hoffnung ..." (Christoph Hugenschmidt)

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