Pro-Concept macht grossen Schritt über die Saane

17. November 2005, 15:13
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Der ERP-Hersteller aus dem Berner Jura zielt auf den französischen und deutschweizer Markt. Eindrücklicher Auftritt in Bern.

Der ERP-Hersteller aus dem Berner Jura zielt auf den französischen und deutschweizer Markt. Eindrücklicher Auftritt in Bern.
Im bis auf den letzten Stuhl besetzten grossen Saal des neuen Kongresszentrum im Berner 'Stade de Suisse' stellte Pro-Concept-Chef Pierre-Alain Schnegg heute morgen seine Pläne für die Weiterentwicklung der welschen Business-Software vor. Dass Bern als Ort für den jährlichen Kundentag gewählt wurde, hat Symbolwert: Pro-Concept, bisher vor allem in der diskreten Industrie und bei Behörden in der Romandie gut verankert, drängt in die deutschsprachige Schweiz.
Dass die Etablierung einer welschen Business-Software in der Deutschweiz nicht einfach sein wird, weiss man am Hauptsitz in Sonceboz im Berner Jura. Und offensichtlich sind die Romands sowohl bereit wie auch fähig für den Expansionsschritt über die Saane zu investieren. Der Mitarbeiterstand ist seit Anfang Jahr von 117 auf 134 Mitarbeitende gewachsen, sagt Pro-Concept-Sprecher Laurent Gfeller.
Um den Deutschweizer Markt der Business-Software für mittelgrosse herstellende Betriebe bahnt sich ein spannender Mehrkampf an. Neben dem deutschen Riesen SAP rangeln Codex (proAlpha), Ifas, der neu-alte, auf vertikale Märkte spezialisierte Multi Infor und teilweise auch Informing um die Kunden in der diskreten Industrie (Maschinenbau, Uhren etc.).
.Net-Version ab etwa Mitte nächstes Jahr
Pro-Concept gibt es zur Zeit in der Version 8 für 32-Bit-Windows-Systeme. Ab nächstes Jahr wird die Weiterentwicklung der ERP-Lösung zweigleisig erfolgen. Version 9 soll es im Frühling nächstes Jahr geben, Mitte Jahr wird dann eine "Version 0" für die Microsoft .Net-Umgebung (64-Bit Windows) erhältlich sein. "Sie können noch jahrelang mit der klassischen Version von Pro-Concept fahren. Wir wollen überhaupt keinen Zwang zur Migration auf Microsoft .Net ausüben", versicherte Schnegg den weit über 400 Zuhörern.
In seiner Präsentation zeigte er unter anderem die Intergration von Unicode in die ERP-Lösung als Folge der Migration auf .Net. Damit wird man in Auftragsbestätigungen, Rechnungen und ähnlichem Output lateinische Schrift (unsere) mit chinesischen oder japanischen Zeichen mischen können. Für europäische Industriebetriebe, die vermehrt in China produzieren und verkaufen kein unwichtiges Feature. (Christoph Hugenschmidt)

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